Posts by Rumil89

    400 TP? Immunität gegen Kritische Treffer? Zauberresistenz 8 (macht Rüstung 16 gegen gezielte Zauber)? Hmm, die kann wirklich nicht viel einstecken ;)

    Jetzt mal im Ernst: Hast Du Dich vertippt und meinst 40 TP?

    Danke für den hinweis. Zwischen dem schreiben des Textes und dem erstellen der Werte ist etwas mehr zeit vergangen und hab vergessen den Abschnitt zu cuten. XD Die Werte sind zudem einem anderen Epischen NSC/ Monster entnommen worden.

    Hinweise für den Spielleiter


    Der Charakter Ahrunla soll mächtig wirken. Tatsächlich verfügt sie auch über mächtige Magie. Fokus des Charakters liegt auf Intrigen und das Manipulieren anderer. Sie ist sich bewusst, dass sie auf andere Attraktiv wirkt und setzt das gezielt ein. Sie würde aber niemals, mit jemanden Schlafen um ihr Ziel zu erreichen. Sie spielt ihr Spiel und ist auch im Stande, kalte Zweckbündnisse mit den Spielern einzugehen, solange sie gewinn daraus zieht.



    Spielwerte


    400TP / Ini +8 / Stab / Angriff 2 / Schaden 0* / Kampfbonus 15 / Rüstung 8 / MP 160 /


    Magielisten:

    - Schwarze Magie

    - Elementar Magie (Wasser)

    - Freie Magie


    Immunitäten:

    - gegen kritische Treffer


    Zauberrestitens: 8


    Schwäche:

    - Aller Schaden geht zuerst auf die Magiepunkte


    Schatz: F


    Episch: Wenn man eine epische Herausforderung meistert, dann steigt man sofort eine Stufe auf. Man erhält so viele Erfahrungspunkte, wie dazu nötig gewesen wären, um von der aktuellen auf die nächste Stufe aufzusteigen, – unabhängig davon, wie viele Punkte man bereits hatte. Fehlten beispielsweise nur noch 10 EP bis zur nächsten Stufe, dann erhält man trotzdem die vollen Erfahrungspunkte der Stufe.

    Epische Herausforderungen geben zudem Zugriff auf epische Belohnungen.


    *nach Rüstungsabzug, bei 5 TP Schaden ein Attribut um 1 gesenkt

    Konstitution ( auf 0 = - 8 Abzug)

    Intelligenz (auf 0 = - Unfähigkeit Magie zu wirken/ Verlust aller MP)

    Geschicklichkeit (auf 0 = Bewegungsunfähig)

    Stärke ( auf 0 = Kampfbonus - 10)

    Charisma ( auf 0 = Verlust der Sprache)


    Wenn zwei der Werte auf null sind, ist der Charakter kampfunfähig. (temporär) 1 W10 Stunden.

    Ahrunla, Herold der gefrorenen See


    Mit schnellen Schritten, eilte er durch die Korridore. Die Schlacht aus welcher der Ritter zurückkehrte war, war eine einzige Katastrophe gewesen. Sie war der Höhepunkt eines Konfliktes gewesen, welcher sich in nur wenigen Jahren aufgebaut hatte. Sicher, es hatte zwischen seinem König und dem Herrscher des Nachbarreiches steht's Streitigkeiten gegeben, doch diese waren nie in einem Krieg ausgeartet.


    Der Ritter ging schwer atmend weiter. Seine Wunden waren nur notdürftig versorgt worden und eigentlich sollte er sich ausruhen, doch er musste den König sprechen. Ihm von der Niederlage berichten und noch viel wichtiger, ihm die Konsequenzen klar machen. Das Heer war geschlagen und das Königreich war nun wehrlos. Im Thronsaal war er nicht, also begab sich der Ritter zu den Gemächern seines Herren. Vor der Tür wurde er von einem jungen Diener aufgehalten, denn fast alle Ritter und Krieger des Königs waren in die Schlacht gezogen.


    "Halt mein Herr! Ihr dürft nicht eintreten!" Der Ritter knurrte nur verärgert.


    "Trete bei Seite, Junge! Ich muss den König sprechen!" Der Diener versuchte ihn daran zu hindern, die Tür zu passieren.


    "Der König und seine Familie befinden sich in einer Unterredung mit der Herrin Ahrunla! Sie wollen nicht gestört..." Der Ritter stieß den Diener, wütend zu Boden, öffnete die Tür zu den Gemächern des Königshauses und ging hinein. Ahrunla! Seit diese verfluchte Elfe am Hof erschienen war, war alles schief gelaufen! Irgendwie, war es ihr gelungen zur engsten Beraterin des Königs zu werden und das in erschreckend kurzer Zeit. Von da an hatte der König sie, tun und machen lassen was sie wollte. Tatsächlich sagten viele, er sei ihrer Schönheit verfallen und hätte ihr jeden Wunsch erfüllt, den sie von ihm verlangt hätte. So habe er sein Reich, in den Ruin getrieben. Mit dem Krieg gegen seinen Nachbarn, wollte er dessen Reichtümer erlangen. Etwas was furchtbar schief gegangen war.


    Mit mehr Kraft als nötig stieß er die Tür zum Schlaf gemach auf und was der Ritter sah, ließ ihn erstarren. Auf einem Thron, saß Ahrunla. Um sie herum ungeheure schätze. Was den Ritter jedoch aus der Fassung brachte, war was er zur rechten Des Throns sah. Dort kauerte der König, wie ein Hund zu Füßen seiner Herrin. Die weißhaarige Elfe, grinste den Ritter nur breit an.


    "Was fällt euch ein, einfach so in meine Gemächer einzudringen?", fragte sie freundlich, während ihr grinsen beim entsetzen Gesicht, des Ritters immer breiter wurde.


    "Was habt ihr mit dem König gemacht?!" Ahrunla lachte und kraulte anschließend, den Herrscher ganz so als wäre er wirklich kaum mehr als ihr Haustier.


    "Was soll ich mit ihm gemacht haben? Er selbst wollte doch in meiner Nähe sein.", antwortete sie und ein Lachen kam über ihre purpurgefärbten Lippen. Der Ritter verlor die Beherrschung, zog sein Schwert und stürmte auf die in rote und goldene Gewänder gekleidete Elfe zu, um sie nieder zu strecken. Doch als gerade die Klinge auf die Elfe nieder jagte sprang der König mit einem Schrei auf. Der Hieb spaltete den Schädel, bis auf Höhe der Augenbrauen. Ahrunla kreischte vor Lachen.


    - Aus der Legende vom Fall, des Königreichs Algarien



    Ahrunla. Ein Name, der zu einer Elfe gehört. Ein Name der gefürchtet wird. Ein Name der den Untergang verheißt und in vielen Ländern Palea's nicht oder nur sehr leise ausgesprochen wird. Doch wer ist das eigentlich, Ahrunla? Nun die meisten würden sagen, eine durchtriebene Elfenhexe, welche ihre dunklen Künste dazu einsetzt, sich die mächtigen und Reichen gefügig zu machen um dann auf ihre Kosten, ein ausschweifendes Leben zu führen. Dabei stürzt sie eben jene ins Verderben und bringt so ganze Königreiche zu Fall. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das auch wahr. Wann immer Ahrunla in Erscheinung tritt, ist sie in der Gesellschaft der Reichen und Mächtigen. Und sie hat all jenen den Untergang gebracht, welche sie für sich einnahm.


    Doch das dies alleine, an ihrer schwarzen Magie liegt, ist nicht war. Auch die Behauptung, sie würde ausschließlich ihre körperlichen Vorzüge einsetzen um sich ihre Opfergefügig zu machen, gehört wohl ins Reich der Legenden. Außer Frage steht, Ahrunla ist eine schöne Frau. Doch macht sie das gleich zu einem Magie nutzenden, leichten Mädchen?

    Mitnichten. Sie ist sich ihrer Schönheit sehr wohl bewusst. Und sie weis es auch einzusetzen. Doch wer sich die Mühe macht, genauer hinzuschauen, wird feststellen das die, mitunter sehr beliebten, Geschichten über wilde Orgien die sie abgehalten haben soll, schlicht erfunden sind. Es gibt nämlich eine Charaktereigenschaft, die überall erwähnt wird. Ahrunla ist arrogant. Sie vermag es zwar, Männern und auch Frauen zu betören und sich gefügig zu machen, doch sie sieht in ihnen nicht viel mehr als Tiere. Sie kann sich so lange verstellen, bis sie ihre Opfer umgarnt hat. Zeigt sie ihre wahre Natur, ist es für ihr Opfer schon zu spät.


    Doch wo kommt diese manipulative Elfe her? Über Ahrunlas Herkunft ist nur wenig bekannt. Doch wenn man sich das Alter der einiger Geschichten vor Augen hält, welche über sie verbreitet werden, kann man davon ausgehen, dass sie ihren Ursprung in den Dämonenkriegen hatte. Zu jener Zeit, wurden auch die Reiche der Elfen von den Dämonen bedroht. Viele flohen, andere kämpften Tapfer. Doch ein Elfenreich, an der Nordost-Küste Palea's gelegen, wählte einen anderen Weg. Ihr Herrscher, unterwarf sich und sein Volk einem mächtigen Dämonenfürsten. Fortan dienten jene Elfen ihm in allen Belangen. Der Dämon und seine Schergen war grausam zu den Elfen und es wäre das Beste für sie gewesen, zu fliehen. Doch nun war es zu spät.


    Was hat das nun mit Ahrunla zu tun? Nun es muss erwähnt werden, das so entsetzlich das Leben unter den Dämonen auch war, diese Elfen ihr Ziel erreichten. Ihr Volk überlebte und als die Dämonen, den Krieg verloren, kam es zum Verrat der Elfen an ihrem Herren. Jahrhunderte lang, hatte sie ihre Herren beobachtet und fanden somit auch ihre schwächen heraus. Etliche Elfen, waren tief in die dunklen Künste eingetaucht und ihre Magie war nun so mächtiger als die Dämonen es erwartet hätten. Auch ihre Kriegsführung war nicht mehr die, welche man sonst von den Elfen gewohnt war. Sie hatten die Grausamkeit der Dämonen, doch waren sie nun kalt wie Eis.


    Im Entschiedenen Moment, wendete sich der Sohn der Elfenherrschers, gegen die Dämonen und seinen Vater. Es kam zu kämpfen und am Ende tötete, der Sohn den Vater sowie den Dämonenfürsten. Ahrunla, so ist davon auszugehen, kämpfte in jenen Kämpfen auf Seiten des Sohnes. Die Elfen siegten. Doch die Zeit unter der Herrschaft der Dämonen hatte sie für immer, verändert. Nachdem sie sich erholt hatten, brachte der neue Elfenherrscher Krieg in die anderen Länder Palea's. Und Ahrunla ist dabei jene, welche das Kommen des Fürsten der gefrorenen See verkündet.


    Ein Umstand, der wenig bekannt ist obgleich so wichtig. Ahrunla ist eine Meisterin der Täuschung, Verführung und Dunkler, man ist gewillt zusagen Dämonischer, Magie. Und doch ist sie lediglich der Herold eines größeren Übels. Um das zu verdeutlich, hier ein Auszug aus der Chronik eines Händlers aus Trion, welcher vor dreijahrhunderten Jahren nieder geschrieben wurde:


    Der Angriff aus Wanon war abgewehrt. Der König und seine Mannen gefallen, von den Mauern und Türmen. Der Kampf war lang und hart gewesen. Das Umland war verwüstet und ausgeplündert. Viele Leben hatte der Krieg gefordert. Doch die stolze Stadt Kynrenath hatte ihre Unabhängigkeit behauptet. Schon bald, würde der Handel mit Trion, den Elfenstädten im Südwesten und den Kleineren Adeligen in Wanon wieder aufblühen. So glaubten alle, bis plötzlich drei Elfen über das Schlachtfeld. Eine Frau, mit weißem Haar und einem goldenen Stab in ihrer Hand in aufwendigen Gewändern. Die beiden anderen Elfen waren ebenfalls Frauen, und auch sie trugen aufwendige Gewänder in rot und schwarz.


    Schließlich trat die Weißhaarige, alleine vor das Tor der Stadt. Ihre Begleiterinnen waren in einigem Abstand stehen geblieben. Die Elfe sah zu den Verteidigern hinauf und lachte dann, so laut das jeder es hörte.


    "Schaut euch an! Ihr glaubt ihr habt gesiegt! Ihr glaubt es ist Vorbei! Nur zu feiert euren Sieg! Berauscht euch, an eurem Erfolg! Ihr habt gar nichts gewonnen! Dies hier, war gar nichts!" Sie hielt kurz Inne. Auf den Mauern, herrschte mit einem mal Stille. Und jeder der direkt zu ihr herunter sah, erkannte ihr breites Grinsen und das leuchten in ihren Silbernen Augen. Besonders als sie weiter sprach.


    "In neunzig Tagen, zur neunten Abendstunde, wird eure Stadt fallen! Bereitet euch vor, wenn ihr wollt! Verstärkt eure Mauern, soviel ihr wollt! Stellt so viel Truppen auf, wie ihr wollt! Vergrößert eure Flotte, soviel ihr wollt! Es wird euch nichts nützen! Der Fürst der Gefrorenen See, mein Meister wird euch vernichten!" Nach diesen Worten, verließen die Elfen das Schlachtfeld wieder.


    Drei Wochen, nach diesem Ereignis verließ ich die schöne Stadt Kynrenath. Ich sollte nie wieder dorthin zurückkehren. Denn am neunzigsten Tag zur Neunten Abendstunde, wurde die schöne Stadt angegriffen und vernichtet. Der Fürst der gefrorenen See, hatte sich seine Beute geholt.



    Ahrunla hatte bei der Zerstörung von Kynrenath einen gebührenden Anteil. Sie war es gewesen die den König von Wanon, zu seinem Angriff auf die Stadt angestachelt hatte. Wohl um die Verteidigungsstärke zu testen. Auch kann davon ausgegangen werden, das beim Fall des Stadtstaates, verrat im Spiel war. Ahrunla hatte ihrem Herren gut gedient.



    Der Behemoth



    Die Expedition, erklommen gerade eine weiteren der Berge in den Kronbergen. Es war Sommer und trotz der kalten Wind die von Süden her kamen, war es unerträglich heiß. Erneut Fragte ich mich, wen ich in der Akademie von Lovanio so verärgerte hatte, das mir diese Mission zu geteilt wurde. Sicher, ich hatte das ewige Bücherwälzen satt. Und Tag ein, Tag aus irgendwelche alten Texte abzuschreiben, war auch nicht das was man den Rest seines Lebens tun wollte.


    Aber einem Mythos hinter herzujagen?! Ja richtig. Ich sollte den Behemoth finden. Eine Kreatur, groß wie ein kleiner Berg, mit blutroten Augen, braunem Fell, viergliedrigen Hände mit Krallen. Die, laut der alten Texte, die Länge von Bäumen hatten und dazu zwei zweigliedrige Füße. Es war alles einfach nur blanker, durch nichts zu beweisender, Unfug was über sie geschrieben worden war. Und von dem ganzen Unsinn den die Bauern erzählten ganz zu schweigen. Aber trotzdem sollte ich eben eine dieser Kreaturen finden und Studieren.


    Ich wischte meine Gedanken bei Seite. Schließlich, machte die ganze Expedition, an geeigneter Stelle halt. Mich auf einem Felsen ausruhend und einen Schluck Wasser aus meinem Schlauchbeutel nehmend, sah ich auf einen Hügel aus Geröll, im Tal unter mir. Die Spitze, erinnerte mich irgendwie an einen Rückenbuckel. Ich schüttelte den Gedanken ab. Die Sonne schien mir nicht zu bekommen, dachte ich bei mir, als ein unvorstellbarer lärm aus dem Tal unter uns heraufdrang. Alle waren sofort auf den Beinen, die Soldaten hatten die Waffen gezogen. Doch wir alle waren vor Angst gelähmt, als wir sahen was sich unter uns gerade erhob.

    - Auszug aus dem Tagebuch des Theodorus, Doktor für Botanik- und Bestienforschung an der Universität von Lovanio



    Von allen Kreaturen die Palea bewohnen, ist der Behemoth wohl eine der seltensten. Seit wann es ihn gibt ist unklar. Jedoch wirkt er mitunter, wie ein Relikt aus einer Zeit, als selbst Elfen und Zwerge, Palea noch nicht bewohnten. Wie nicht wenige andere Geschöpfe, trägt diese Kreatur viele Namen. Bei den Elfen heißen sie die Einsamen, als Anspielung darauf das sie ab einem bestimmten Alter alleine durch die Welt ziehen. Die Zwerge nennen sie die Felsenbrecher, weil sie aufgrund ihrer körperlichen Stärke, mühelos Gestein zum zerbersten bringen können. Die Menschen nennen sie je nach lokaler Zugehörigkeit anders und bei sowohl Gnomen als auch Halblingen, werden sie einfach nur die gefräßigen genannt. Warum? Dazu kommen wir später.


    Kommen wir nun dazu, ein paar Vorurteile und Mythen aus dem Weg zu räumen. Behemoths sind nicht grundsätzlich aggressiv. Es gibt viele Erzählungen und Legenden die von den entsetzlichen Dingen erzählen, welche diese Kreaturen anrichten. Es gibt Orte, in denen sie werden sie regelrecht als Strafe der Götter angesehen, weil sie in ihrem Zorn ganze Städte niederreißen. In alten Glaubensvorstellungen wurden sie sogar, als Götter der Zerstörung angesehen. Wenn man allerdings den Ehrgeiz hat, sich diesen Geschichten genauer anzuschauen und ihre Quellen zu studieren, wird einem schnell folgendes klar. Entweder die Geschichten sind frei erfunden oder aber der betreffende Behemoth wurde provoziert. Ein weiterer Faktor, ist jedoch auch der, das die Kreatur einfach nur Hunger hatte und nicht darauf geachtet was oder wen sie gerade verspeist.


    Dieser Punkt, bringt uns nämlich zu einer weiteren Eigenschaft dieser Kreatur. Ihre fehlende Intelligenz. Behemoths sind nicht viel intelligenter als Tiere. Das ist keine Behauptung mit der ich sie in irgendeiner Weise herabwürdigen will, sondern Tatsache. Obwohl ihre Schädel wie der Rest ihres Körpers massig wirken, zeigen Skelettfunde, das die Schädelknochen sehr dick und hart sind. Auch die das riesige Maul nimmt viel Platz ein. So bleibt für ein so komplexes Organ, wie ein Gehirn, nicht viel Platz. So können die Märchen von sprechenden oder intelligenten Behemoths ruhig, als Märchen abgetan werden. Sie sind und bleiben eben Tiere, mit der Intelligenz von bestenfalls Hunden, wenn es auch unmöglich ist sie abzurichten.


    Doch wenn sie nicht intelligenter als Hunde sind, warum bringen sie so viel Zerstörung mit sich und gelten mitunter als Naturgewalt? Nun die Antwort auf diese Frage hat zwei wesentliche Faktoren. Zum einen der Umstand, dass ein Behemoth nie aufhört zuwachsen. Diese Kreaturen, wachsen ein Leben lang. In Folge dieses Wachstumsprozesses brauchen sie eine Unmenge an Nahrung. So kommt es, das diese Wesen sich von restlos allem ernähren was sie finden können. Von Tieren, Pflanzen, Obstheinen, Dörfern und je nachdem wie groß sie geworden sind, von ganzen Städten. Daher kommt der Name den ihnen die Gnome und Halblinge gegeben haben: Die Gefräßigen. Das führt allerdings auch dazu, das diese Geschöpfe sehr viel Dung zurück lassen und dann und wann kann man, in besagtem Dung auch unerwartete Reichtümer finden.


    Woher dieses Wissen stammt? Nun zum einen aus verschiedenen Aufzeichnungen welche als verlässlich eingestuft werden und zum anderen aus Beobachtungen. Wie am Anfang dieses Textes beschrieben, sind diese Kreaturen in der Regel sehr friedfertige Wesen. Wenn man ihnen also mit gebührendem Abstand folgt und sie nicht angreift, ist es ein Leben und leben lassen. Zudem ist es nicht schwer ihnen zu folgen, da sie sich nie an vorgegebene Wege halten sondern sie sich selber machen. Bis sie auf was essbares stoßen und dort so lange bleiben, bis sie sich satt gefressen haben. So konnte eine Expedition der Universität von Lovanio, Monate lang einem Behemoth Folgen, ohne dass dieser sie angegriffen hat. Wobei dazu erwähnt werden muss, das es sich bei diesem speziellen Vertreter seiner Art wohl, um ein bereits sehr alten Behemoth gehandelt haben muss. Ein seltener Glücksfall für die Forschung, da derart riesige Exemplare, eher die Ausnahme als die Regel sind.


    Wie schon berichtet, wachsen Behemoth ihr Leben lang. In den meisten Geschichten, werden sie als Haushohe ungeheuer mit gewaltigen Pranken mit roten Augen und Braunem Fell dargestellt. Das mit dem braunen Fell trifft aber nur für die Jungtiere zu. Je älter und somit größer, ein Behemoth wird ergraut das Fell immer mehr. Hat ein Behemoth eine bestimmte Größe erreicht, ist sein Fell einfach nur Aschegrau. Wie der geschätzte Doktor Theodorus aufgeschrieben hat, sei das Exemplar was er über längeren Zeitraum beobachtet habe, ganze Siebzehnmeter groß gewesen.


    Bei allem was man über den Behemoth weiß, gibt es noch viele Fragen. Zum Beispiel, wie vermehren sich diese Kreaturen. Ohne Zweifel gibt es unterschiedliche Geschlechter, jedoch konnte Theodorus nicht fest stellen, ob er ein Männchen oder ein Weibchen verfolgte. So fehlen signifikante Hinweise zur Geschlechterunterscheidung.


    Auch eine Frage ist, warum diese Kreaturen in einen Winterschlaf verfallen. Theodorus ist, nachdem er die Verfolgung des Behemoth aufgrund von Krankheit in seiner Mannschaft abbrechen musste, zum Schlafplatz zurück gekehrt und ist nach eingehender Prüfung des Ortes zu dem Schluss gekommen, das die Kreatur dort über mehrere Jahre, wenn nicht Jahrzehnte geschlafen haben musste. Doch warum sie das getan hatte, konnte er nicht herausfinden.



    Hinweise für den Spielleiter



    Stärkewerte


    Junger Behemoth (Braunes Fell)

    Größe: 2,5 - 3 Meter

    TP 35 / Ini +2 / Krallen / Schaden +0 / KB 5 / Rüstung 1


    Wenn ein Behemoth alt und somit groß genug ist, das seine Mutter ihn nicht mehr tragen kann, bleibt er noch eine Weile bei ihr, bis er sich von alleine auf die Suche nach Nahrung macht. Doch wie erkennt man, was man essen kann und was nicht? Ganz einfach, man probiert von allem was. Egal ob es sich bewegt oder nicht.



    Älterer Behemoth (Braunes Fell, mit ersten Anzeichen von Grau)

    Größe: 5 - 10 Meter

    TP 70 / Ini +0 / Krallen / Schaden +1 / KB 7 / Rüstung 3 / Zauberresistenz +1 / Schatz C


    Der Behemoth hat seinen ersten Winterschlaf hinter sich. Er ist nun erfahren und weiß in etwa welche Nahrung sich wehrt und welche nicht. Da nimmt man doch lieber die Nahrung die sich entweder gar nicht bewegt oder die man nur einfangen muss. Doch wenn der Winterschlaf zu lange war oder der Hunger zu groß ist, sieht die Sache schon wieder anders aus.



    Alter Behemoth (Graues Fell)

    Größe: 15 - 20 Meter

    TP 150 / Ini -2 / Krallen / Schaden +3 / KB 9 / Rüstung 6 / Zauberresistenz +3 / Schatz D


    Er hat bereits mehrere Winterschlafperioden hinter sich. Seine Sehkraft hat nachgelassen, doch seine restlichen körperlichen Kräfte sind gewachsen. Sein Hunger allerdings auch. Also sucht er sich seine Nahrung und bring Tod und Verwüstung. Vielen bringt er den Ruin. Doch nicht allen. Erinnert euch an die Geschichte vom armen Bauern, der am Morgen Behemothkot auf seinem Feld verstreute und am Abend der reichste Mann des Landes war.

    Er hastete durch das Unterholz, stolperte und landete bäuchlings auf dem Boden. Für einen Moment regte er sich nicht. Blieb liegen wie als wäre er tot. Doch dann hörte er das schnauben eines Pferdes immer näherkommen. Der Söldner begann zu zittern und ihm war klar: Wenn er hier liegen blieb konnte er sich gleich beerdigen lassen, wie der Rest seiner Kumpane. Also sprang er auf und rannte weiter. Weiter, immer weiter. Wie ein gehetztes Tier rannte der Söldner durch den dunklen Wald. Obwohl der Herbst schon fast in den Winter übergegangen und fast alle Blätter von den Bäumen gefallen waren, war es stockfinster. Und tatsächlich sah der Mann nicht, wo er hinrannte. Er hörte hinter sich nur die Hufe eines galoppierenden Pferdes. Was für eine üble Magie war hier im Spiel?!


    Gerade als er kurz über die Schulter nach seinen Verfolgern sah, stürzte er und rollte einen Hang hinter. Er wusste nicht wie lange. Als er am Fuß des Hangs liegen blieb, richtete er sich zitternd auf und sah dem Himmel über sich. Tatsächlich! Er sah den Mond, die Sterne und er hatte es lebend aus dem Wald hinausgeschafft. Er wollte den Göttern danken, doch als er den Hang hochsah, erstarrte ihm das Blut in den Andern. Denn dort am Hang stand ein Pferd und auf diesem ein Reiter mit einer Armbrust im Anschlag. Doch der Reiter schoss nicht. Einen Moment lang zielte der Reiter auf den Söldner, dann hob er die Armbrust, wendete sein Pferd und ritt in den Wald zurück. Der Söldner war nach wie vor starr vor Angst. Erst nach und nach begriff er, dass ihm das Leben aufs Neue geschenkt war. Als der Morgen anbrach fand er dann auch die Kraft, sich zum nächsten Dorf auf zu machen. Ihn hatten die Reiter der schwarzen Rose nicht gekriegt.


    Die Reiter der schwarzen Rosen, das klingt wie ein Ritterorden. Tatsächlich könnte man sie auch fast für Ritter halten, zumindest ihrer äußeren Erscheinung nach. Sie sind gut gepanzerte Reiter mit hohem Helm der jeweils mit einem schwarzen Pferdeschweif geschmückt ist. Kunstvoll verzierte Plattenrüstung dazu ausgestattet mit Schwerter, Lanze und Armbrust. Schild eher seltener, wenn dann jedoch Rundschilde.

    Die Rüstung (Vorlage):

    [Blocked Image: https://i.pinimg.com/736x/b1/d5/7b/b1d57b1859bdfaf7bb68e233adbcda6e--character-ideas-larp-costumes.jpg]

    Diese gute und teure Ausrüstung sorgt dafür, dass sie von uneingeweihten tatsächlich mit Rittern verwechselt werden. Doch wie falsch dieser Eindruck ist, zeigt sich spätestens, wenn die ersten durch die zumeist vergifteten Armbrustbolzen zu Tode kommen. In ihrer Kampfweise gibt es keine Spur von Ritterlichkeit. Sie metzeln ihre Gegner und Opfer mit einer Kaltblütigkeit nieder, die selbst hartgesottenen Veteranen das Blut gefrieren lässt. Dabei spielt es keine Rolle, gegen was oder wen sie kämpfen. Ob nun Mensch, Zwerg, Ork, Halbling, Gnom, Troll... oder was für Kreaturen es sonst noch auf der Welt gibt.


    Selbst Elfen sind vor ihrem Zorn nicht sicher, obwohl die Reiter der schwarzen Rose selbst Elfen sind. Eine Eigenart, welche dazu führt, dass es Orte in Palea gibt wo sich kein Elf zeigen sollte. Woher das bekannt ist? Nun das weiß so genau niemand. Tatsache ist, es sind Elfen. Die Geschicklichkeit, die sie im Kampf zeigen, die Art wie ihre Waffen und Rüstungen verziert sind und die Treffsicherheit, mit der sie selbst aus vollem Galopp ihre Armbrüste abschießen, können diese sehr alte Behauptung nur untermauern. Und selbst wenn nicht, es ist im Laufe der Jahrhunderte so tief in die Geschichten eingeflossen und festgefügt, dass es nicht mehr wegzudenken ist.


    Dabei muss man sagen, dass bei besagten Geschichten es lokal teilweise massive Unterschiede gibt. Es kann gut sein, dass sie an einem Ort das Böse und die Vernichtung selbst personifizieren, gegen das nur die größten Streiter des Guten standhalten und in die Flucht schlagen. Oft jedoch müssen diese Helden nicht selten ihr Leben lassen um diese unheimlichen Streiter und ihre dunkle Magie zu bannen. Wieder woanders eben jene dunklen Helden sind, vor denen Heerscharen von Orks und Dämonen das Weite suchen. Jene, die man fürchtet und zugleich ehrt, weil sie es sind welche dem wahren Bösen die Stirn bieten. Was zur Tragik dieser Geschichten beiträgt, ist der Umstand, dass sie die schwarze Magie nutzen müssen, um zu tun was sie tun.


    So unklar wie die Frage ob sie Helden oder Schurken sind, ist auch die Frage woher sie kommen und wer sie anführt. Und mindestens genauso zahlreich sind die Legenden und Märchen. Eine Beliebte Geschichte wurde von einem Schriftgelehrten in Trion verbreitet, nämlich die:


    Einst lebte in einem prächtigen Königreich der Elfen im Norden ein mächtiger König. Ein jeder seiner Untertanen liebte ihn und jeder seiner Mannen hätte sich ohne zu zögern für ihn geopfert. Obgleich er der gewaltigste Kämpfer seines Reiches war. Klug und gerecht bescherte seinem Volk Wohlstand und Frieden. Zahllos war die Zahl der Frauen welche ihn umwarben. Doch alle wies er mit der ihm eigenen Freundlichkeit zurück. So vergingen die Jahre und allen schien es zufrieden. Bis der König schließlich eines Tages, in einem Garten wilder Rosen, jene Frau fand die er nie gesucht und doch vermisst hatte. Sie zögerte zunächst, konnte sie nicht glauben das der von allen geliebte sie erwählt hatte.


    So vergingen erneut die Jahre und wann immer es ging, besuchten sie den Garten der wilden Rosen. Lange verbrachten sie dort und wanderten gemeinsam zwischen den Rosen umher. Doch von allen Rosen die dort wuchsen liebte die Elfe eine besonders. Es war die Rose mit den schwarzen Blättern. Von allen wildwachsenden Rosen dort hatte sie die gefährlichsten Dornen Doch liebte die Maid diese Rose besonders, welche selbst den Elfen größtes Geschick abverlangte, wenn man sie pflückte. Zur Zeit der Sommersonnenwende schließlich gab es ein großes Fest und allen kamen und feierten. Auch die Elfe aus dem Garten der wilden Rosen. Und bei diesem Fest schenkte sie dem König eine schwarze Rose, als Zeichen das es nun neben diesen Rosen nun noch jemanden in ihrem Herzen gab. Der König verstand die Geste und er tanzte auf jenem fest mit niemand anderem.


    Nach diesem Fest, wuchs in seinem Herz der Wunsch diese Frau die er liebte zu ehelichen. Sie zierte sich, doch er blieb hartnäckig. Jedoch ließ er sich nicht von Ungeduld leiten und ließ die Dinge sich entwickeln. Schließlich erhörte sie ihn und willigte ein, seine Gemahlin zu werden. So begannen die Vorbereitungen zu den Feierlichkeiten und es sollte das größte und schönste Fest werden welches je unter den Elfen ausgetragen wurde. Doch am Tag der Trauung, fehlte die Braut. Sie war noch einmal in den Garten gegangen, um sich Rosen für ihren Brautstrauß zu holen, etwas was sie niemand anderem überlassen wollte.


    Als der Tag voranschritt, wurde der Elfenkönig unruhig. Schließlich begab er sich selbst zum Garten. Doch was er dort fand entsetzte ihn. Der wunderschöne Garten, der Ort wo er seine große Liebe gefunden hatte, war von Dämonen verwüstet worden. Von allen Rosen, war nichts weiter übriggeblieben als Asche. Nur den schwarzen Rosen, hatte das Feuer der Kreaturen nichts ausgemacht. Doch nicht nur ihnen. Als der König den verwüsteten Garten durchsuchte, entdeckte er abgerissenen Schmuck und Stofffetzen, welche seiner liebsten gehörten. Er nahm es als Zeichen das sie noch lebte und er würde nicht ruhen, bis er seine geliebte zurückhatte.


    Von diesem Ereignis an, zieht der Elfenkönig aus in die Welt um seine große Liebe wieder zu finden und jene zur Strecke zu bringen, welche sie ihm genommen haben oder es wagen sich ihm in den Weg zu stellen.  



    Wie viel von dieser Geschichte dem Geist des Schöpfers entsprang und wie viel Wahrheit darin steckt, ist unklar. Fest steht, dass sich diese Geschichte gehalten und verbreitet hat. Freilich wird sie in der Regel viel ausführlicher erzählt als hier und auch manchen Barden hat sie zu einer Ballade inspiriert. Sollte der Gelehrte sein Wissen aus alten Texten haben, so muss hier bei angemerkt werden, dass es zu jener viele Übersetzungsfehler aus dem Elfischen in die Sprache der Menschen gab. So ist es oft vorgekommen, dass in übersetzten Texten ein Elf König genannt wurde, obwohl es sich eigentlich besser Adeliger oder Fürst hätte heißen müssen. Jedoch wurde auch, das Geschlecht oft falsch übersetzt. So konnte man sich nie sicher sein, ob nun von einem Fürsten oder einer Fürstin die Rede war.


    Ungeachtet dessen, gehen die ersten Berichte über diese Reiter auf die Zeit des Dämonenkrieges zurück. Zu jener Zeit wurden immer wieder Berittene Elfen gesehen, welche Dämonen in großer Zahl massakrierten. Was besonders beim Studium dieser Texte auffällt: immer wieder wird berichtet, dass diese Krieger, deren Truppenstärke in der Regel nach hunderten statt nach tausenden gezählt wird, immer wieder Gegner vernichten, die ihnen mitunter zehnfach überlegen waren. Eine Tatsache die auch jenen schnell klar wurde, welche gehofft hatten, diese Reiter als Verbündete zu gewinnen. Als in einer Schlacht gegen die Dämonen eine Abteilung der Menschen zwischen die Reiter der schwarzen Rose und den Dämonen geriet, Schlachteten die Elfen beide Gruppen erbarmungslos ab.


    Es war das erste Mal, dass diese Reiter ein solches Blutbad unter Menschen anrichteten. Allerdings war es nicht das letzte Mal. Während des Dämonenkrieges kam es immer wieder zu Zusammenstößen und als der Krieg endete, zogen sie durch die Welt. Ganz so als wenn sie etwas oder jemanden suchten. Doch was oder wer es ist, weiß niemand. Und wer versuchte es herauszufinden wurde nie wieder gesehen.

    Die Kultur der Ghalgrattrolle


    Man könnte meinen, das Trolle und Kultur zwei Dinge sind die nicht zusammen passen. Bei den meisten dieser Geschöpfe trifft das auch zu. Doch nicht bei den Trollen von Ghalgrat. Sie haben sich während ihrer langen Wanderschaft eine Kultur entwickelt welche überrascht. Die meisten Völker auf ihrem entwicklungsstand verehren Naturgewalten oder ein fremdartiges Götterpantheon. Die Trolle haben keine Götter und auch die Natur beten sie nicht an. Sie verehren die Vorfahren. Jene welche vor ihnen waren und ohne die sie heute nicht wären. Das Andenken der Vorfahren ehren sie und tun ihr bestes um es zu bewahren.


    Die Hinterlassenschaften der Ahnen, wie Schmuck oder Waffen, werden von einer Generation an die nächste weiter vererbt und die Familien Hüten sie, wie ein Drache sein Gold, auch wenn der Materielle Wert diese Gegenstände, praktisch wertlos macht. Wenn eine Familie ein solches Erbstück verliert, gilt es als ausgemacht das alle Familienmitglieder es suchen um es wieder zu gewinnen.


    Neben der Verehrung der Ahnen gibt es noch, den Kampf. So zivilisiert diese Trolle auch sind, haben sie ihre wilde Natur nicht verloren. Trolle kämpfen gerne. Sei es im Krieg, um Streitigkeiten zu klären oder einfach nur zum Spaß.

    Das Verhältnis zu anderen Völkern und Königreichen 

    Bis zu jenem Zwischenfall, in welchem sie das direkten Nachbarkönigreich oder besser Kleinkönigreich zerschlugen, hatte Palea noch keine Notiz von dem Reich der Olou'kori genommen. Das änderte sich nun. Alle Kleinkönigreiche im Ghalgratgebirge haben mit einem Mal erkannt, das sich unter dem Gebirge eine beachtliche Macht gebildet hatte. Schnell verbreiteten sich Gerüchte und Geschichten. Von einem Trollschlag wurde gemunkelt, der blutige rieten abhält um seine unbekannten Götzen zu verehren, Krieger welche die Gabe haben, mit dem Berg zu verschmelzen und so wie aus dem nichts aufzutauchen und natürlich vom Trollkönig und seinem Unermesslichen Schatz.


    Man könnte diese Liste mit albernen Gerüchten noch lange so fortführen. Doch zeigt es deutlich, wie wenig die Nachbarn von den Trollen wissen und wie sehr sie die Trolle fürchten. Einige Kleinkönigreiche haben sich sogar hilfesuchend an das Großkönigreich Trion gewandt und manche tun es noch immer. Doch dort nimmt man die Hilfsgesuche nicht wirklich ernst, nicht zuletzt da man dort die Berichte von einem Trollkönigreich, schlicht und ergreifend nicht ernst nimmt und eher meint das die Botschafter zu tief ins Glasgeschaut haben.


    Zwar gibt es dann und wann Abenteurer und Ritter welche sich ins Ghalgratgebirge aufmachen um den Gerüchten nachzugehen, doch ist dieses Gebirge, so weitläufig und die Täler und Kleinkönigreiche so zahlreich, das nicht wenige unverrichteter Dinge zurückkehren. Was allerdings nicht heißt das sie nichts erlebt hätten, denn in diesem Gebirge und seinen Tälern, gibt es Dinge und Kreaturen welche man nie vermutet hätte.


    Die Druiden- und Hexenzirkel, sind dem Trollkönigreich freundschaftlich verbunden, seit die Trolle der Herrschaft des Zia Kultes ein Ende gesetzt haben. Und auch das Verhältnis zum Fürstenhaus von Steilhang kann man als ein gutes bezeichnen. Wobei das auch im Interesse der Fürsten ist, schließlich sind die Olou'kori der wichtigste Handelspartner. Fleisch und Stoffe tauschen, nehmen die Trolle als Gegenleistung für Erz und Kristalle, welche aus den Mienen der Trolle abgebaut werden. Nur zwei Beispiele für den Handel. Gleichzeitig, wissen die Menschen um die Schlagkraft der Trolle und wissen so, das sollten die Olou'kori provoziert werden, das ihr ende wäre.


    Das macht nach außen den Eindruck als wäre der Fürst von Steilhang, ein Vasal des Königs der Trolle und tatsächlich sind letztere in dieser Beziehung die stärkeren. Doch haben die Fürsten dem König der Trolle nie einen Eid geleistet und auch Abgaben entrichten sie nicht. Gleichzeitig, hält das Fürstentum den Trollen unliebsame Besucher vom Hals, da die Fürsten das ganze Tal und die in selbiges führenden Pässe kontrollieren.


    Hinzukommt, dass das Fürstentum sich im Laufe der Zeit zu einem Auffangbecken, für alle möglichen Leute entwickelt hat. Wann immer die Trolle, jemanden finden, der sich im Gebirge verirrt hat und klug genug war, nicht gegen sie zu kämpfen, wird er ohne viel Aufhebens ins Fürstentum gebracht. Selbiges gilt für all jene, welche durch Zufall in das Königreich der Olou'kori geraten sind.


    Die Zwerge hingegen, werden seit alters her als Feinde angesehen. Die Trolle haben, nicht vergessen dass sie die Vorfahren in eine Falle locken wollten. Seit dem werden die Langbärte als verschlagenes und Hinterhältiges Volk angesehen. Es kommt wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit zwergischen Expeditionen, welche versuchen Eingänge in das verlorene Königreich des Ghalgratgebirges zu finden. Sollten die Zwerge es jemals schaffen ihr Altes Reich zurück zu erobern, wäre ein Krieg zwischen beiden Völkern unausweichlich.


    In diesem Fall ständen Valanír und sein Volk an der Seite der Olou'kori. Seit den Tagen von Gor'lok hielt dieser Stamm den Trollen die Treue. Seit den Massaker der Orks, erholen sich diese Elfen nur langsam. Aber ihre Zahl wächst stetig und neue Generationen, fühlen sich mit unter den Bergen Heimischer als in den Wäldern. Das hat jedoch damit zu tun, das sie von klein auf nichts anderes kennen lernen. So ist die Stadt der Trolle auch ihre Heimat geworden und so wie die Trolle werden sie sich nicht vertreiben lassen. Zahlenmäßig eher schwach, kundschaften diese Elfen für die Trolle Stollen aus, in welche die massigen Wesen nicht hineinpassen.


    Die Übrigen Kreaturen der Berge wie Orks, Goblins, wilde Trolle und sogar Riesen haben ein feindseliges Verhältnis zu den Olou'kori. Immer wieder kommt es vor das diese Kreaturen versuchen in das Königreich ein zufallen. Doch diese Angriffe, sind schlecht vorbereitet und somit ohne Erfolg. Doch haben sie zur Folge, dass die Wachsamkeit der Könige nicht nachlässt.


    Und das ist auch gut so, denn so mächtig das Reich der Olou'kori, im Vergleich zum Rest der Königreiche des Ghalgratgebirges auch wirkt und so stark ihr König auch sein Mag. Es bleibt bedroht und hat mehr Feinde als Freunde.

    Die Politik der Ghalgrattrolle


    Die Ordnung innerhalb der Olou'kori


    Als die Trolle ihre Wanderung begannen, waren sie einfach ein Wilderhaufen, der aus Notwendigkeit zusammen blieb. Doch schnell etablierten sich Häuptlinge, welche den Rest der Trolle anführten. Doch zunächst gab es mehrere Häuptlinge, welche sich auf ein Vorgehen einigen mussten. Das führte mitunter zu Reibereien, welche darin gipfelten das sich der Zug nach Osten, vierteilte. Doch selbst, als es schließlich nur einen Häuptling gab, war dieser nicht uneingeschränkter Herrscher über seine Leute. Im Wesentlichen, viel ihm die Aufgabe zu, nach Beratungen eine Entscheidung zu fällen und die Krieger in der Schlacht anzuführen. Er konnte aber nicht einfach eine Entscheidung fällen, ohne vorher die Meinung vom übrigen Stamm eingeholt zu haben.


    Als die Trolle ihre Stadt erobert hatten, riefen sie ihren Häuptling zum König aus. Das brachte diesem ein Zuwachs an Macht und Ansehen. Aus der Stammesversammlung, der Wanderungszeit, wurde ein Rat aus angesehenen Mitgliedern des Volkes. Zumeist altgedienten Kriegern. Als das Königreich sich immer weiter festigte, änderte sich die Zusammensetzung. Im Rat vertreten waren neben den ersten Wächtern der beiden Außentore und kampferprobter Veteranen, nun auch solche welche sich auf die neu entdeckten Handwerke verstanden. Was jedoch anzumerken ist, das diese Ratsmitglieder vom Rest gewählt und nicht vom König eingesetzt werden.


    Anders, sieht es bei den Elfen aus. Unter der Königin Hoglog'ok, wurde Valanírs Elfenstamm ein Platz im Rat zugesprochen, allerdings mussten diese sich für diesen verpflichten, in der Stadt unter den Bergen zu bleiben und im Ernstfall Krieger zur Verteidigung zu stellen. Doch seit dem hat Valanír seine Leute im Rat vertreten. Ein Umstand der die meisten Trolle verwundert, da ihre Ratsmitglieder alle paar Jahrzehnte austauschen, was jedoch damit zusammen hängt, das besagte Ratsmitglieder ihren Sitz freiwillig räumten. Noch nie ist ein Troll bis zu seinem Tod im Rat geblieben.


    Und so wichtig der Rat auf den ersten Blick auch scheint. Entscheiden, kann er letzten Endes gar nichts. Alle Entscheidungen, trifft letzten Endes der König. Der Rat kann nur seine Meinung kundtun und der Herrscher beraten. So ist der Herrscher im Königreich der Trolle auf den ersten Blick, absolut Herr in seinem Reich. Doch das täuscht, denn jeder Troll hat seinen eigen Kopf und wenn der Herrscher ganze Gruppen, der riesigen Geschöpfe gegen sich aufbringt, kann es schnell passieren, das ihn ein angesehener Krieger zum Zweikampf heraus fordert und sollte er den verlieren, ist er die längste Zeit König gewesen.

    So muss jeder König steht's abwägen. Zwischen dem wonach ihm der Sinn steht und was sein Volk will, bzw. was ihm sein Rat empfiehlt. Denn einen Zweikampf wäre etwas dem sich kein Trollkönig entziehen kann. Würde er das tun, so wäre er nicht länger König. Kein Troll würde einen Herrscher akzeptieren, der eine so wichtige Tradition missachtet.


    Überhaupt ist der Zweikampf, ein anerkanntes Mittel Streitfragen zu lösen. Und zwar nicht unter Adeligen wie bei Menschen, so etwas wie einen Adel gibt es bei den Olou'kori nicht, sondern das ganze Volk nutzt diese Möglichkeit. Man darf allerdings nicht glauben, das unter den Trollen des Ghalgratgebirges, Tag für Tag Mord und Totschlag herrscht, so ist das nicht. Wenn zwei Trolle sich streiten, versuchen sie ihn tatsächlich gewaltfrei zu lösen. Können sie sich unter einander nicht einigen, gehen sie zu einem Ältesten und tragen diesem die Angelegenheit vor. Schafft es dieser keine Lösung zu finden, wird die Angelegenheit, dem Rat des Königs vorgetragen. Sollte auch dort keine Einigung erlangt werden, ist für gewöhnlich die Angelegenheit so schwer wiegend, das es zum Zweikampf kommt. Zwar hat der König das recht ein Machtwort zu sprechen, allerdings wäre die Sache danach, nicht wirklich bereinigt.


    Doch tatsächlich, läuft es beim Großteil der Streitereien unter den Trollen friedlich ab. Ein Zweikampf zum lösen von Streitigkeiten, kommt selten vor. Und selbst wenn es zu einem solchen kommt, heißt das nicht, dass jemand sterben muss. Es gibt verschiedene Arten von Zweikampf. Einmal den Waffenlosen Zweikampf, wo zwei Kontrahenten nur mit Lendenschutz bekleidet, gegen einander Kämpfen. Bei dieser speziellen Art, wird so lange gekämpft bis einer Aufgibt oder einer Kampf unfähig bzw. bewusstlos ist. In diesem Fall, gewinnt, der welcher noch steht. Das ist im übrigen, unter jüngeren Trollen ein beliebter Weg sich untereinander zu messen.


    Dann gibt es den Kampf bis zum Blut. Das heißt, zwei Krieger in voller Kampfausrüstung, treten gegeneinander an und bekämpfen sich so lange bis blutfließt und einer aufgibt. Es ist bei diesen Kämpfen jedoch strikt verboten, seinen Gegner zu töten. Sollte bei dieser Art von Zweikampf, doch jemand zu Tode komme hat auch der überlebende sein Leben verwirkt. Und dann gibt es noch den Zweikampf bis zum Tod. Da ist tatsächlich nur derjenige der Sieger, welcher als einziger überlebt. Es gibt zudem die Regel, das in solchen Kämpfen kein Gift eingesetzt werden darf, deshalb müssen beide Kämpfer vor dem Kampf ihre Waffen von drei Beobachtern prüfen lassen ehe diese eigesetzt werden müssen. Diese Regel wurde eingeführt, als tatsächlich mal jemand versuchte mit einer vergifteten Waffe einen Kampf zu gewinnen. Glücklicherweise, war das eigesetzte Gift zu schwach um das Opfer zu töten.

    Teil III



    Die Große Wanderung: Die Stadt unter den Bergen


    Die Arbeit sich in das Gebirge zu graben, nahm Zeit in Anspruch und blieb nicht unbemerkt. Doch Casnewydd war zu dem Zeitpunkt noch dünner von Menschen besiedelt als in späteren Zeiten. Die wenigen Dörfer, waren weitestgehend auf sich alleine gestellt und so hinderten sie die Trolle nicht bei ihrer Arbeit. Doch bei dieser, kamen die riesigen Wesen nicht so recht voran. Dazu kam dass sie, sich immer wieder gegen Orks, Zwerge und andere Geschöpfe der Berge behaupten mussten. Besonders mit den Riesen, verband sie innerhalb kürzester Zeit eine in brünstige Feindschaft.

    Diese ständigen Kämpfe und der Umstand, dass sie bei ihren Arbeiten kaum Fortschritte machten, drückte auf die Stimmung. Schon sahen sich einige dazu verdammt, für immer umher zu wandern. Doch eben das ständige umher ziehen, hatten die Trolle gründlich satt. Sie waren, trotz der Jahrhunderte der Wanderung, eben Geschöpfe der Berge geblieben und ein Teil von ihnen hatte sich immer nach festem Felshöhlen gesehnt.

    Und dann kam den Trollen das Glück zu Hilfe. In einer Nacht, hörten sie Kampfgeräusche. Eine Gruppe Krieger zog los um sich das anzusehen, kehrte bald zurück und berichtete von einer Meute Orks und einem Riesen welche gerade Elfen massakrierten. Das Elfen zu Schaden kamen, interessierte die anderen nicht im geringsten. Viel mehr der Umstand das Orks und Riesen gemeinsame Sache machten. Also griffen die Trolle zu ihren Waffen aus Stein und Holz und gingen auf die Angreifer los.

    Es war kein echter Kampf, denn die Trolle waren zahlenmäßig haushoch überlegen und schlachteten sowohl die Orks als auch den Riesen ab. Die Elfen hingegen, wurden gefangen genommen um sie zu befragen. Etwas was die Elfen mehr verwirrte, als alles andere. Doch tatsächlich wollte der Häuptling die Elfen befragen ob es Höhlen in den Bergen gab. Doch nun standen die Trolle vor dem Problem das die Elfen sie nicht verstanden. Erst wollten sie die Elfen töten, doch dann kam ein Troll auf die, für sein Volk, geniale Idee, sich eines der Elfenkinder zu nehmen und ihr die Sprache seines Volkes beizubringen.

    Es verging einige Zeit, doch schließlich lernte das Elfenkind die Sprache der Olou'kori, wie sich diese Trolle selbst nennen. Mit diesem Übersetzer, konnten Valanír, der Anführer des Elfenstammes mit Gor'lok sprechen. Und was der Trollhäuptling erfuhr, war mehr als er erwartet hatte. Unter den Ghalgrat befand sich ein ganzes Zwergenreich, welches die Zwerge jedoch verloren als ihre Feinde unter Führung eines Drachen dort einfielen. Diese Information war für die Trolle sehr wichtig, hießen verlassene Zwergenstädte doch viel Raum für die Trolle. Doch nun gab es ein Problem. Wie sollten sie diese Erreichen? Die Tore der Zwerge, waren verschlossen und so konnte man sie von außen nicht mal sehen. Das bedeute, man musste schon wissen, wo ein Eingang war, sonst fand man ihn nicht.

    Wahrscheinlich hätten die Trolle niemals einen der Eingänge gefunden, weil sie nicht wussten, wo sie hätten suchen müssen. Valanír hingegen, wusste wo so ein Eingang war. Er wusste sogar das entsprechende Losungswort. Sein Stamm war in alten Zeiten mit den Zwergen eng befreundet gewesen. Das war auch der Grund, warum die Orks jagt auf ihn und seinen Stamm gemacht hatten. Die Orks hatten eine der Städte, unter ihrer Kontrolle gebracht und hatten alle getötet, welche sich hätten Zutritt verschaffen können. Bis auf ihn, Valanír. Er war den Orks entgangen und diese, hatten während der Jagd auf die Elfen seinen halben Stamm massakriert. Unter den Toten waren auch seine Frau und zwei seiner Kinder.

    Es versteht sich von selbst, das die Elfen Rache wollten und die Trolle konnten sie ihnen geben. So zogen in einer klaren Vollmondnacht, das Gro der Trollkrieger unter ihrem Häuptling Gor'lok, zusammen mit Valanír und den verbliebenen Kämpfern seines Stammes zum Zwergentor. Nachdem der Elf die Losung gesprochen hatte, öffnete es sich und sie drangen ins Innere vor. Einmal drin, viel es Valanír nicht schwer den Weg in die nächste Zwergenstadt zu finden. Die Orks, nicht auf einen Angriff vorbereitet, schon gar nicht von Trollen und wohl auch dezimiert durch hinterlassene Fallen der Zwerge leisteten zwar verzweifelte Gegenwehr, doch blieb ihnen nichts anderes übrig als in die Tunnel zu flüchten. wollten sie nicht erschlagen werden.

    Als der Nachmittag des nächsten Tages anbrach, waren die Trolle die Herren der Stadt und die Elfen, hatten förmlich im Orkblut gebadet. Bald danach kamen die zurückgelassenen. Trolle wie Elfen und als sie alle im Gebirge waren, wurden die Tore hinter ihnen geschlossen. Niemand sollte ihnen folgen können. Als dann alle in die Stadt betreten hatten, gab es ein großes Fest. Die Trolle hatten eine neue Heimat gefunden und bei diesem Fest, schworen sie das sie niemand von hier vertreiben würde.



    Das Königreich der Olou'kori


    Dies war nun ihre Stadt und hier wollten sie, für immer bleiben. Und es war nun beim großen Fest, das Gor'lok, zum König der Olou'kori ausgerufen wurde. Unter seiner Herrschaft, wurden vier Kriege gegen Orks, Goblins und wilde Trolle geführt, während dabei weite Teile des Tunnelsystems des nördlichen Ghalgratgebirges, erobert wurden. Gor'lok starb während des letzten Feldzuges, als er den letzten Orkhäuptling, im nördlichen Ghalgratgebirge bekämpfte. Dieser, von dem Trollkönig in die Ecke getrieben, löste absichtlich eine Falle der Zwerge aus, um seinen Gegner zu töten. Es funktionierte: Die Falle ging los, brachte einen Teil des Tunnels zum Einsturz und tötete Gor'lok. Sowie jeden Ork, der sich in der Nähe aufhielt. Einschließlich des Häuptlings und seiner Söhne.


    Nach Gor'lok's Tod, wurde seine Tochter Hoglog'lok, die Großmutter von Grol'lok, Königin der Olou'kori. Unter ihrer Herrschaft, wurden die Eroberungen ihres Vaters gesichert und Teile der zwergischen Hinterlassenschaften, wie etwa die Aquädukte , wieder in Betrieb genommen, soweit das eben, mit mangelnden Kenntnissen in Bau dieser Anlagen ging. Außerdem schloss sie ein festes Bündnis mit Valanírs Elfen und sprach ihnen einen eigenen Bezirk der Stadt zu. Allerdings, waren das nur Formalitäten, welche bereits bestehende Zustände nur noch einmal festschrieben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Elfen bei jedem Krieg die Trolle unterstützten. Was noch unter ihrer Führung begonnen wurde, aber noch keine erfolge hatte, war die Entwicklung einer Schrift.


    Diese Entwicklung sollte erst kurz vor dem Tod von ihrem Sohn, Ruog'lok erste Früchte tragen. Ruog'lok, zeichnet sich dadurch aus, das er der Olou'kori König war welcher eines der Zwergenminen wieder in Betrieb nahm. Den Trollen, welche trotz aller Abneigung für Zwerge doch deren Errungenschaften bewunderten, war nämlich der Gedanke gekommen, selbst Gegenstände aus Metall herzustellen. Doch ähnlich wie bei der Entwicklung der Keilschrift, welche wohl auf zwergischen Runen basiert, machten sie auch da nur langsam Fortschritte. Doch während sich einige Trolle im neuen Handwerk, des Bergbaus versuchten, wurden mehrere Angriff auf das Königreich erfolgreich abgewehrt. Allerdings brach zu diesem Zeitpunkt, einer der Wichtigsten Verbindungstunnel der Ghalgratberge zusammen und somit steckten die Trolle weitestgehend im Norden festgesetzt.


    Doch das störte sie zunächst nicht, da zunächst Ruog'lok und später sein Sohn, der amtierende König Gro'lok ihr Augenmerk auf die vielen Kleinkönigreiche an der Oberfläche richteten. Dort hatte man im Laufe der Jahrhunderte zwar bemerkt, das sich etwas im Nördlichen Teil des Gebirges etwas tat, doch wusste niemand was. Und schließlich, kam es dazu das in einem der Kleinkönigreiche ein fanatischer Anhänger von Zia den Thron bestieg und sich selbst zum Herrscher des Gebirges ausrief. An sich wäre das eher amüsant gewesen, doch begann unter seiner Herrschaft eine grausame Verfolgung. Hexen, Druiden, Leute aus Trion, welche man beschuldigte Spione zu sein aber auch Elfen und Zwerge landeten auf den Scheiterhaufen.


    Das alles betraf die Trolle nur indirekt, denn Kontakt zur Außenwelt, hatten sie nur über Valanír und seine Leute. Doch diese Pflegten alte Verbindungen mit den Druiden und Hexen. Das kam einigen Verfolgten zu gute, da Valanír beim König, die Erlaubnis erwirkte, diese im Bezirk der Elfen unterbringen zu dürfen. Als dann jedoch einer der Olou'kori, fast noch ein Kind, aus Neugierde ins Tal ging und von den Eiferern getötet wurde, griff sein Volk zu den Waffen. Der Kampf war kurz und brutal. Die Trolle ließen keinen Stein auf dem anderen und am Ende des Krieges, war ein weiteres Kleinkönigreich verschwunden.


    Da die Trolle sich unter den Bergen am wohlsten Fühlen, haben sie kein Interesse an territorialer Ausdehnung an der Oberfläche. So zogen sie sich, nach ihrem Sieg über den Nachbarn wieder unter die Berge zurück und überließen, die Bewohner des ehemaligen Kleinkönigreichs sich selbst. Das trieb mit unter seltsame Blüten. Während die Anhänger des Zia Kultes vertrieben wurden, bildeten die Hexen und Druiden für sich jeweils einen Zirkel, die jeweils schnell an Macht und Einfluss über das Kleinkönigreich hinaus gewannen. Die Restliche Bevölkerung, machte sich schnell daran die Schäden des Krieges zu beseitigen.


    Etwa zu der Zeit, fand ein aus Trion verbannter Adeliger seinen Weg ins Tal, nahm die Ruine der Königsburg in Besitz und ehelichte die Tochter einer Hexe. Statt sich jedoch zum König aufzuschwingen, gründete er, klugberaten durch einen der einheimischen Druiden, ein Fürstentum und achtete darauf nicht in Konflikt mit den Trollen zu geraten. Eine Vorgehensweise die seine Nachkommen bei behielten. Erst bei Ruog'lok und auch bei seinem Sohn, Gro'lok der etwa Dreißigjahre Später den Thron bestieg. Das Fürstentum Steilhang, gibt es heute noch und das Fürstenhaus von Steilhang, kann von sich behaupten länger zu bestehen als so manche Königslinie.

    Teil II



    Die Große Wanderung: Vom Andargebirge zum Ghalgratgebirge

    Einen besseren Zeitpunkt, hätte es für die Trolle nicht geben können. Das Imperium war zerbrochen und in den Ländern der Menschen herrschte Chaos. So stießen sie auf keinen nennenswerten Wiederstand. Erst bei Hochfeld, stellte sich ihnen, der selbst ernannte König von Hochfeld Kafelor, entgegen. Der Anführer auf Seiten der Trolle hatte ein alter Häuptling mit Namen Ro'lak das Kommando. Es ist wichtig ihn zu nennen, denn auf Ro'lak gehen die späteren Könige der Ghalgrattrolle zurück.


    Dieser Ro'lak nun, hatte seine besten Jahre weit hinter sich und konnte nur noch mit Mühe seine eigene Waffe führen, aber er war raffiniert. Zum einen täuschte er den Feind dadurch das er eine viel kleinere Schar der Trolle die Menschen angreifen ließ. Denn eines hatte er gelernt, die meisten Menschen, Elfen und Zwerge hielten Trolle für ziemlich Dumm, das nutzte er aus.


    Während König Kafelor, welcher kein allzu geschickter Heerführer war, glaubte alle Gegner vor sich zu haben und so alle seine Kräfte auf das Ablenkungsmanöver konzentrierte, griffen Ro'laks verbliebenen Krieger ihre Feinde von links und rechts an und zerrieben sie. Der Kafelor entkam zwar, wurde aber später von überlebenden Soldaten umgebracht. Nicht lange danach wurde das Königreich Hochfeld von einem seiner Feinde geschluckt.

    Ro'lak, der selber an der Schlacht teilgenommen hatte, starb wenig später an Altersschwäche. Sein Sohn Louk'lak übernahm die Führung. Unter ihm setzten sie die Wanderung nach Südosten fort. Auch er erwies sich als fähiger Anführer, wenn ihm auch das militärische Geschick seines Vaters fehlte. Doch unter ihm sollten die Trolle zwei Große schlachten Schlagen. Südlich von Silberhain, gegen ein Bündnis aus Elfen und Rittern, wobei letztere den Elfen zu Hilfe kamen. Diese Schlacht endete Unentschieden, weil die hereinbrechende Nacht dem Kampf ein Ende setzte. Am Tag darauf zogen die Trolle nach Süden ab und die Verbündeten, hatten zu große Verluste erlitten um Nachzusetzen. Jahre später, gründeten einige der Ritter, den Orden des silbernen Baums.


    Seine zweite Schlacht, schlug Louk'lak, fast dreißig Jahre später bei Sternfeste. Erneut stellte sich ihnen ein selbst ernannter König in den Weg und dieser fiel auch in der Schlacht, doch der Sieg blieb de Trollen verwehrt denn bevor sie die Menschen besiegen konnten, trafen frische Truppen aus Aron ein. Der König dort, dessen Volk schon seit längerem unter den Plünderungen der Trolle litt und der selbst noch eine Rechnung mit dem Häuptling offen hatte, wollte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen die Trolle vernichten und zum anderen, die Tochter und einzige Erbin des Königs von Sternfeste ehelichen.


    Beim ersten Vorhaben hatte er nur in so fern Erfolg, das es ihm in der Schlacht gelang, Louk'lak von seinen Kriegern zu isolieren und letzen Endes zu töten. Doch die Trolle kämpften weiter, bis die Nacht herein brach. Erst da zogen sie sich zurück und verließen den Kampfplatz. Sein zweites Ziel erreichte, er jedoch. Die Vermählung mit der Prinzessin von Sternfeste und die Vereinigung der beiden Königreiche unter seiner Herrschaft.


    Und was geschah bei den Trollen? Tja bei ihnen geschah das, was inzwischen guter Brauch geworden war. Starb der Häuptling, übernahm der Sohn des Häuptlings die Führung. Louk'lak's Sohn, Goro'lak hatte es sich in den Kopf gesetzt, die lange Wanderung seines Volkes zu beenden und so ließ er nach einem Gebirge suchen wo sein Volk sich niederlassen konnte. Und die Späher wurden fündig. Das Gebirge von denen die Zwerge ihnen mehrere Generationen zuvor erzählt und von dem die Trolle, nach dem Hinterhalt geglaubt hatten, es sei eine Lüge gewesen, existierte tatsächlich. Hinter einem Wald, im Südosten. Also verließen die Trolle, das Suderland und setzten ihre Reise Richtung Trion fort.


    Goro'lak führte die Trolle fast so lange wie sein Großvater, als sie schließlich Casnewydd erreichten. Man muss sagen, das Reisen mit einer so großen Zahl von Trollen nur sehr langsam vor sich ging. Die Orientierung nach den Sternen war den Trollen unbekannt, immer wieder mussten sie stoppen wegen Proviantmangel und dann gab es die kriegerischen Auseinandersetzungen mit Menschen, Elfen und Zwergen. Als sie also die Flussschnellen der Laan beim Mengenwald erreichten, war der junge Troll von einst, ein alter Mann. Als seine Leute bei Flussschnellen lagerten, wurden sie von Schwarzelfen angegriffen. In diesem Gefecht, erlitt der Trollhäuptling jene Verletzung an der er Vierjahre später sterben sollte. Goro'lak hatte seine Leute bis in Sichtweite des Ghalgratgebirges geführt und damit, an die Türschwelle zu ihrem künftigen Siedlungsgebiet. Sie in die Ghalgratberge führen, sollte er allerdings nicht mehr. Kurz vor dem Aufbruch starb er. Die Trolle begruben ihn nahe der Flusschnellen, welche seitdem die Trollschnellen genannt werden.


    Goro'lak hatte keine Kinder gezeugt, also bestimmten die Trolle einen neuen Häuptling. Dieser Gor'lok, war ein Nachkomme des Ro'lak und somit entfernt, mit Goro'lak verwandt. Er führte nun die Trolle ins Ghalgratgebirge. Diese Berge, welche früher auch von Zwergen bevölkert waren, boten nun anderen Trollen, Orks, Goblins und anderen dunklen Kreaturen ein zuhause. Dazu kam, das niemand mehr wusste wo die Zwergen ihre Tore hatten. In diesem Punkt, gingen die Trollen sehr pragmatisch vor. Mit primitiv anmutenden Werkzeugen, begannen sie sich selbst Wege in die Berge zu hauen.

    Mühsam kämpften sie sich die Hänge hoch. Zwei Menschen. Der eine ein junger Mann in Kettenhemd und Schwert auf dem Rücken. Die einstmals ordentlich geschnittenen Haare, wucherten nun unordentlich vor sich hin. Ihm Voraus ging eine junge Frau, fast noch ein Mädchen. Mit brauner Strubel Haaren. Selbst hatte sie nur ein paar alte abgerissene Kleidungsstücke und leichte Stoff Schuhe an. Beide waren schrecklich erschöpft, hatten seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen und hatten kaum noch zu essen oder zu trinken. Doch sie mussten weiter. Die Häscher der Großkönigreiches Trion waren hinter ihnen her. Und wie nah sie ihnen waren hatten sie spätestens in dem Moment gemerkt, als sie gehofft hatten, ihnen in Patagor entkommen zu sein.

    In diesem Moment, rutschte die junge Frau mit einem Fuß aus und verlor fast den Halt. Der Mann stoppte, doch seine Gefährtin fand ihren halt wieder und es ging weiter. Weiter immer weiter hoch. Die Pässe konnten sie nicht nutzen, so mussten sie ihr Leben riskieren und selbst einen Weg über das Ghalgrat Gebirge finden. Es war eigentlich blanker Wahnsinn und eigentlich rannten sie in den sicheren Tot. Doch mehr als den Tot würden sie in Trion nicht finden.

    Schließlich erreichten sie einen Vorsprung mit einer Spalte in der Felswand. Es wurde dunkel und von Westen nährte sich ein Gewitter. Sie kam mehr oder weniger problemlos hinein. Er hatte schon weitaus mehr Schwierigkeiten. Mit etwas Mühe gelang es ihm schließlich doch. Hinter dem Spalt befand sich ein kleiner Hohlraum der für beide genug Platz bot. Tot müde, suchten sich beide eine Ecke, legten sich hin und schliefen schnell ein.

    Als sie wieder erwachten, war der Spalt, durch den sie eingetreten waren, verschwunden. Beide sprangen auf und suchten, doch sie fanden ihn nicht. Was auch daran lag, das alles um sie herum stock finster war. So blind um sich tastend, fanden sie einen Weg, der sie weiter in die Dunkelheit hinein führte. Nach einiger Zeit, hörten sie in der Ferne, Wasser rauschen. Sie folgten dem Geräusch, bis es plötzlich steil bergab ging. Sie suchten nach halt, schlitterten jedoch hinab und landeten mit einem platschen in einem See. Die junge Frau konnte nicht schwimmen und der Mann trug noch immer sein Kettenhemd und so gingen beide unter.

    Als sie wieder zu sich kamen, waren sie Klatschnass. Mühevoll richteten beide sich auf und stellten, zu ihrem Entsetzen fest, dass sie von Trollen umringt waren, welche sich ansahen. Sie waren, ohne es zu ahnen oder zu wissen wie, in die Stadt und das Reich des Oluo'kori Königs' Grol'lok eingedrungen.


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    Die Ghalgrattrolle


    Die Große Wanderung: Von Mon-Den-Beabres zum Anadargebirge


    Gemeinhin gelten Trolle als nicht besonders intelligent. Sie sind in erster Linie groß, laut, stark und von wenigen geistigen Fähigkeiten, die über das Suchen von Nahrung und das Kämpfen hinausgehen. So haben sich die meisten der Trolle entwickelt. Aber wie das im Lauf der Welt nun mal so ist, unterschiedliche Gruppen, entwickeln sich anders und darin bilden auch die Trolle, keine Ausnahme. Wenn sie sich auch erst verhältnismäßig spät weiter entwickelt haben.


    Die Trolle um die es hier geht, weisen gewisse Ähnlichkeiten zu solchen auf welche heute noch in den Mon-Den-Beabres leben. Vermutlich, aufgrund der Auseinandersetzungen mit den Zwergen, entschlossen sich viele diese Region zu verlassen und woanders hin zu ziehen. Bis sie allerdings in den Ghalgrat gelangten, vergingen aber viele Jahrhunderte und so waren sie gezwungen eine gewisse soziale Strukturen und eine klare Hierarchie zu entwickeln. Auch der Umstand, dass sie nicht mehr nur alleine von Raub und Plünderung leben konnten, sorgte dafür, dass sie sich auch anderweitig versorgen mussten. So entstanden erste Strukturen, welche ein zivilisiertes Volk auszeichnen. Das geschah freilich nicht von jetzt auf gleich sondern war ein Prozess der den betroffenen selbst nicht auffiel.


    Erstes Ziel der auswandernden Trolle, war das Whalbragebirge. Lange ansiedeln konnten sie sich dort allerdings nicht. Die Whalbrazwerge schätzen die Neuankömmlinge nicht und es entwickelte sich ein Krieg zwischen ihnen, der dadurch ein Ende Fand, das die Trolle weiterzogen. Doch sie hatten etwas wichtiges, von den Zwergen gelernt. Die Langbärte, mochten zwar klein sein, doch diesen Nachteil machten sie durch ihre Waffen und Rüstungen wett. Dazu waren sie deutlich besser organisiert als die Trolle, welche gerade erst, die ersten Gehversuch auf diesem Gebiet machten.


    Ihre Wanderung ging weiter und im Lauf der Zeit, schlossen sich andere Trolle ihnen an, so dass ihre Zahl wuchs. Schließlich, erreichten sie das Andargebirge, dessen Zwergenreich sich zu dem Zeitpunkt, auf dem Höhepunkt seiner Macht befand. Durch ihre Erfahrungen, mit den Whalbrazwergen klüger geworden, hatten die Trolle damit begonnen, eigene Waffen herzustellen und versuchten sich nun mit Gewalt ihren Platz zu erkämpfen. Doch bevor es zu ersten Kämpfen kam, schickten die Zwerge Boten zu den Trollen und boten ihnen an, nachdem Verständigungsschwierigkeiten überwunden waren, sie über das Gebirge führen zu lassen, da es weiter östlich noch ein Gebirge wo es genug Platz für sie gäbe. Die Trolle gingen darauf ein. Im Gegenzug versprachen sie friedlich weiter zu ziehen.


    Tatsächlich aber lockten, die Zwerge sie in einen Hinterhalt. Den Zwergen, waren nämlich Berichte über die Übergriffe der Trolle während ihrer Wanderung zu Ohren gekommen. So planten sie diese potenzielle Bedrohung, gleich im Keim auszumerzen. Ihre Heerführer glaubten, aufgrund ihrer Kriegstechnischen übermacht leichtes Spiel mit ihren Gegnern zu haben, doch es kam anders. Tatsächlich gelang es den gewaltigen Wesen, aus dem Hinterhalt auszubrechen und die Zwerge in die Flucht zu schlagen. Eine Niederlage, welche die Zwerge so gut es ging verschwiegen. Doch es sollte das Verhältnis zwischen beiden Völkern, dauerhaft belasten, den die Trolle vergaßen, diese List der Zwerge nicht.


    Doch einen Grund zur Freude hatten die Zwerge. Nach diesem Ereignis, splitterten sich die Trolle in mehrere Gruppen auf, da sich die Häuptlinge nicht einig waren was nun zu tun war. Eine Gruppe, entschied sich in Richtung Süden-Westen aufzumachen um erneut zu versuchen sich im Whalbragebirge ein Siedlungsgebiet zu finden. Sie Verlief sich jedoch, splitterte sich noch mal mehrfach auf und verwilderte zunehmend. Die zweite Gruppe beschloss, das Gebirge zu übersteigen, geriet jedoch in einen langen Zermürbungskrieg mit den Zwergen, welchen sie letzten Endes verloren. Die beiden anderen Trollgruppen, zogen noch eine ganze Weile nach Norden bevor sie sich am Nördlicheausläufer des Andargebirges trennten. Die größere Gruppe zog nach Osten die andere, wandte sich wieder nach Westen und zog zu Himmelssteiggebirge. Gerieten jedoch in Konflikt mit Elfen und Grimmzwergen und waren nach Zweihundertjahren zerschlagen. Die Letzte Gruppe zog wie schon gesagt, nach Osten und dann nach Süden. Im Jahr 1390, tauchen sie schließlich in Wannon auf.

    Nach langer Stille gibt es auch wieder etwas von mir.



    Im Frühling zog ich aus in die Welt.

    Weit und breit erschien sie hell,

    selbst unterm Sternenzelt.

    Ein richtiges Zelt ward mir nicht gegeben,

    so musste ich mit dem Blätterdach vorlieb nehmen.

    Neben einem Baume fand ich nun ruh,

    er unberührt, ich frohen Muts.

    Moss gebetet schlief ich denn ein,

    um in Träumen viel weiter zu sein.

    So erwachte ich nun am, kommenden Morgen,

    ohne irgendwelche Sorgen.

    Noch ganz erfüllt vom Traum der Nacht,

    zog ich nun weiter, ganz ohne Hast.

    Zu Trommel und Gesang ziehen sie durch das Land!

    Von fern hören sie das Volk, doch sie erschrecken nicht.

    Wer mag das sein wer im Frieden mit Musik durch die Lande zieht?


    ***


    Trommeln und Gesang kommen näher!

    Nun gesellen Laute und Flöte zum Gesang und der Trommel.

    Laden die Leute zum Tanz ein.


    ***


    Ein Wagen kommt in Sicht, fährt ins Dorf hinein.

    Nun strömen die Leute herbei und manch einer beginnt zu tanzen.

    Manch einer lauscht nur der Musik, welche ihn an weit entfernte Orte trägt.

    Die fahrenden Musiker sind es und geben ihre Kunst zum besten!


    ***


    Wo kommen sie her?

    Wo gehen sie hin?


    ***


    Hart ist ihr leben, gering ihr Lohn.

    Häufig verachtet, geben sie ihr Wanderleben dennoch nicht auf.


    ***


    Wo kommen sie her?

    Wo gehen sie hin?


    ***


    Von Ort zu Ort

    Von Stadt zu Stadt.

    Wo immer Leute sich sammeln, sie nicht fern.

    Wo immer Leute sind geben sie ihre Kunst zum besten.


    ***


    Wo kommen sie her?

    Wo gehen sie hin?


    ***


    Ist es wirklich von Bedeutung?

    Ist es nicht eines nur wichtig?

    Was ist man bereit ihnen zu geben.


    - Die fahrenden Musiker

    Eine nette Kurzgeschichte. Ein Junger selbst zufriedener Mann aus reicher Familie dem wohl bislang alles hinter her geschmissen bekommen, denkt er könne einfach so zum offizier aufsteigen. Aber Pustekuchen. Stattdessen wirt er mit einem tritt in den allerwertesten hinausgeschickt um sich erst einmal zu beweisen und dann zurückzukommen. Guter schreibstil und die Szene ist gut eingefangen. Der Charakter wird kurz und knapp beleuchtet, so das jeder sich ein bild von ihm machen. Gerne mehr.

    In dunkler Festung lebt sie,

    wandelt auf den Fluren umher,

    in dunklen Gedanken gehüllt ist ihr Geist.

    Die Königin mit dunkler Krone,

    Wann kommt der Held welcher das Volk von ihr erlöst!


    ***


    Einst eine junge Prinzessin aus Fernem Land,

    dunkel ist ihr Haar, grün ihre Augen,

    schön ist ihr Gesicht so dass ein jeder sie begehrt.

    Ihr Vaters Wille es war, einem König soll sie zur Frau gegeben.


    ***


    So zog sie in die Burg ihres Gemahl und wurd mit ihm vermählt,

    doch in jener, ihrer Hochzeitsnacht betrog sie ihr Gemahl, mit der jungen Magd.

    Voller Zorn wandte sie sich von ihm ab und floh in die Nacht.

    Hinaus zu den Hexen, welche ihr Rache verhießen.


    ***


    Zu einer der ihren machten die Hexen sie nun,

    schnell und meisterlich gewann sie große Macht.

    Macht über Geister,

    Macht Seelen,

    Macht über Herzen,

    Macht über Tote.


    ***


    Tückisch und schnell Schlich ihr Verderben, Heinen in des Königs Heim so dass ein jeder erlag.

    Die Diener.

    Die Wachen.

    Der König!


    ***


    Zuletzt kehrte sie zurück.

    Zurück in die Burg, aus welcher sie floh.

    Die Leiche des Königs zu ihren Füßen, bestieg sie den Thron.


    ***


    Tapfere Mannen traten ihr entgegen,

    doch keiner konnte sich ihrer macht erwehren.

    Ein jeder kämpfte Tapfer,

    doch vergebens und am Ende waren alle ihrer Macht erlegen.


    ***


    Lange nun betrauert das Volk, jene tapferen Seelen welche ausgezogen,

    um für sie ihre Leben zugeben.



    - Die dunkle Königin

    Falls ihr Anmerkungen bzw. Verbesserungsvorschläge habt, äußert sie ruhig. Das hier ist nur der erste entwurf.



    Palea ist uralt. Ein Kontinent der viele Völker und Königreiche gesehen hat. Allgemein hin, gelten Elfen und Zwerge, als die ersten welche dieses Land besiedelt haben. Doch ist das wahr? Könnte es nicht sein, das es ein noch älteres Volk gibt, welches allen Krisen, Kriegen und Naturkatastrophen zum Trotz, bis zum heutigen Tag überlebt hat?


    Nun mag der geneigte Leser sich fragen, von welchem Volk ich spreche. Die Rede ist vom Volk der Alben. Alben, wird der Leser sich nun fragen? Nie von denen gehört, wird die Antwort lauten. Kein Wunder, schließlich ist etwa die Hälfte der Gelehrten davon überzeugt, dass es sie überhaupt nicht gibt. Rund neun von zehn Gelehrten der anderen Hälfte, sind zwar gewillt die Existenz dieses Volkes anzunehmen, verweisen aber auf die fehlenden Beweise und der ganze Rest, wird als Narren und Verrückte abgetan.


    Doch es ist nur allzu leicht, ihre Existenz als Hirngespinst abzutun. Allerdings, stimmt es auch, dass es kaum handfeste Beweise für sie gibt. Man muss lange und mühe voll, nach ihnen suchen und braucht mit unter, die Gunst der Götter. Ich habe als junger Mann meine Nachforschungen begonnen, seit ich bei einer Reise ein Messer aus Obsidian fand, welches keinem mir bekanntem Volk zugewiesen werden konnte. Es war der Beginn von Nachforschungen, die mein ganzes Leben, anhalten sollten. Nun wo ich alt und grau bin, will ich fest halten, was ich in Erfahrung gebracht habe.


    Die Alben sind ein uraltes Volk welches womöglich noch vor den Elfen in Palea siedelte. Woher sie stammten und wohin sie gingen ist unbekannt. Selbst die Elfen wissen es nicht und es wird auch wohl nie ganz zu klären sein. Doch gibt es Gerüchte über die Inseln im Norden, das dort ein Volk leben sollen, welches die dortigen Menschen nur das weiße Volk nennen. Was sehr zutreffend ist.



    Die Alben sollen nämlich schneeweiße Haut und Haare haben, welche im völligen Kontrast zu ihren blutroten Augen stehen sollen. Umso furchteinflößender ist es wenn ein Albenkrieger mit wildem Schrei sich auf seinen Gegner stürzt. So zumindest beschreibt es ein Elf, welcher zu jenen gehört die gegen die Alben kämpfte. Ihrer Statur nach ähneln sie den Elfen, haben jedoch die Größe von Menschen. Eine Besonderheit sind jedoch ihre Hände. Statt der, wie bei Menschen üblichen, fünf Finger haben Alben nur vier. Was noch anzumerken wäre ist, das Alben nicht unsterblich sind. Sie leben länger als die Zwerge, doch auch sie altern und sterben.



    Dass es keine schriftlichen Hinterlassenschaften von ihnen gibt, ist schnell erklärt. Alben besitzen keine eigene Schrift. Alles was sie wissen, wird mündlich überliefert. Hinzu kommt das sie wohl nicht unter der Herrschaft eines Königs leben sondern lediglich einen losen Verbund von Gemeinschaften bilden. Wie kann ein solches Gebilde überleben? Sie treffen sich immer zu festgelegten Zeiten und stimmen über wichtige Fragen ab, ähnlich wie die Leute es in Wannon getan haben, bevor die Könige zurückkamen. So jedenfalls erzählen es die Elfen.



    Auch sagen sie, das die Alben früher nur wenige Gegenstände, aus Metall besaßen. Dafür waren sie Meister in der Verarbeitung von Obsidian. Der schwer zu bearbeitende Stein, war Ursprung für Waren des täglichen Gebrauchs wie auch für Waffen, wie das bereits erwähnte Messer. Doch das bedeutet nicht, das sich die Alben nicht auf die Herstellung von Metallwaffen verstehen würden. Tatsächlich sollen sie auf ein Erzgestoßen sein, welches schwarz wie Obsidian ist und nur mit magischem Feuer erhitzt werden kann um es bearbeiten zu können. Um dieses zu erzeugen versammelten sich immer ihre Schamanen, den Erz zu Waffen zu schmieden war weniger ein Handwerk als vielmehr ein Ritual, da das Feuer ständig brennen musste. Wie ein Elfenschmied mir einmal sagte, ist dieses Erz, einmal ausgehärtet, nicht mehr verformbar. Jedenfalls ist kein Feuer bekannt das heiß genug wäre, außer der Odem eines Drachen. Doch bislang, hat kein Zwerg, jemals auch nur einen Brocken, von diesem Erz auch nur gesehen.



    Dass die Elfen derartiges wissen über die Alben besitzen, legt die Vermutung nahe, das es nicht immer Krieg zwischen diesen beiden Völkern gegeben hat. Es muss durchaus eine Zeit des Friedens und wenn auch nicht unbedingt der Freundschaft, so doch der Verständigung, gegeben haben. Was aber ließ diese Zeit enden? Nun womöglich ein Umstand, der für viele Nachvollziehbar ist. Die Alben waren und sind es vielleicht immer noch, Anhänger der Drachen. Sie haben bzw. hatten keine Könige, doch sie brauchten auch keine, denn Drachen waren/ sind für die Alben beinahe so etwas wie Götter. Ihre Schamanen, waren schon fast so etwas wie die Priester der großen Himmelsschlagen und da sie bei den Versammlungen, meist die Rolle des Berater einnahmen, ist es nicht verwunderlich das der Drachenkult die Führende Religion wurde.



    Über kurz oder lang, war der Krieg zwischen Alben und Elfen unvermeidlich. Mir ist nur wenig über diesen Krieg in der frühen Geschichte der Elfen, erzählt worden und was man mir sagte, stellt das Handeln der Elfen im gerechten Licht da. Da solche Kriege, jedoch die Angewohnheit haben die Wahrheit so zu verdrehen, das sie nicht mehr zu erkennen ist gehe ich nicht weiter darauf ein. Entscheidend ist das Ergebnis: Nach Jahrhunderten war das Volk der Alben nahezu ausgelöscht und ihr letzter Drachen Anführer war getötet worden. Verzweiflung bemächtigte sich der Alben. Da trat einer ihrer Schamanenanführer vor und Verkündete: Dieser Krieg ist nun geschlagen! In die lange Nacht werden wir nun wandern müssen! Doch wisset dies! Sie wird dauern, bis die Kinder unseres Herren sich erheben und der Himmel in Flammen steht! Wenn dies geschehen ist und der Morgen graut, wird auch die Nacht unseres Volkes ihr Ende haben.


    Die Prophezeihung ist nur deshalb bekannt, weil Spione der Elfen sie gehört haben. Als die Elfen am nächsten Tag, die Entscheidungsschlacht erwarteten, waren ihre Gegner verschwunden. Seit jener Zeit, hat niemand die Alben je wieder gesehen. Doch heißt es, sie hätten sich bis hoch in den Norden von Palea zurückgezogen. An Orte, wo die Elfen sie nicht finden können, um dort zu warten das sich die Worte des Propheten erfüllen.


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    (Für den Spielleiter)

    Details der Alben, in der Zusammenfassung:



    Siedlungsgebiet: Küsten des Nördlichen Palea



    Bevölkerungszahl: etwa 70.000 - 100.000 (vor dem Krieg gegen die Elfen: 2,5 Millionen)



    Regierung: Unabhängige Gemeinden



    Religion: Schamanistisch, Drachenanhänger



    Wo genau die Alben hin verschwunden sind weiß niemand, sicher ist aber das sie nach Norden gezogen sind. Dazu leben sie an bevorzugt an Küsten und meiden andere Völker. Da sie sich in kargen Gegenden siedeln und von sehr eingeschränkter Viehzucht, Fischerei oder Jagd leben, sind sie körperlich zäh und besser an Hunger und Kälte angepasst. Allerdings hat das seine Nachteile. Da sie kein Obst oder Gemüse kennen und somit nicht konsumieren, verträgt ihr Körper selbiges auch nicht. Soll heißen von Obst und Gemüse bekommen sie Übelkeit, erbrechen, Durchfall und kann in manchen Fällen zu allergischen Reaktionen führen.



    Dazu sind sie aufgrund ihrer weißen Haut, lichtempfindlich. Zu langer Aufenthalt in der Sonne sorgt schnell für Sonnenbrand. Mit unter einer der Gründe, weshalb sie sich in Höhlen oder Täler zurück gezogen haben, wo das Möglich war. Das und ihre Scheu vor Fremden hat dazu geführt, dass sie immer unter sich geblieben sind und somit keine der in Palea üblichen Sprachen sprechen, bzw. verstehen sondern nur ihre eigene Sprache sprechen.



    Ihre Religion wird durch ihre Schamanen praktiziert. Zum aufziehen von Polarlicht versammelt sich jedoch die Gemeinde um zu singen und zu tanzen. Sie klammern sich zudem an die Hoffnung das ihre Götter, sprich die Drachen eines Tages zu ihnen zurückkehren werden. Besonders hoffen sie auf die Prophezeiung, welche jener Namenlose Schamane verkündete, bevor sie am Ende des Krieges gegen die Elfen, verschwanden.



    Die Alben, durchleben in ihrer Vorstellung nicht mehrere Zeitalter. Sie durchleben die langen Nacht, nachdem ihr letzter Drachengott getötet wurde. Das schlägt sich auch auf ihr Gemütszustand nieder. Fremden gegenüber sind sie feindselig eingestellt und eher greifen sie diese an, als erst mit ihnen zu kommunizieren. Auch untereinander gehen sie nicht zimperlich mit einander um. Doch häufen sich in letzter Zeit die Stimmen, unter den Schamanen, das die Zeit naht wo sich die Prophezeiung erfüllen wird.