Posts by Andy67

    Also da ich die Rollenspielerei betreibe seit ich ca. 16 war kommt da bei mir eine ziemlich lange Liste an Systemen zusammen die ich schon mal gespielt habe. (Mein Alter darf sich jeder aus meinem Benutzernamen errechnen. ;))


    In letzter Zeit habe ich außer Aborea meist D&D 5E gespielt und geleitet. Meines Erachtens das bislang beste System aus der Dungeons And Dragons Reihe, allerdings doch um einiges komplexer als Aborea. Wo sich die Komplexität von D&D aus meiner Sicht lohnt sind die sehr umfangreichen Zauberlisten. Da bieten sich deutlich mehr Möglichkeiten Magiewirker individueller zu gestalten als in Aborea, aber wenn man damit bei Aborea kein Problem hat kann man auch mit Aborea ganz sicher eine lange Weile glücklich bleiben.


    Es gibt noch ein oder zwei andere Systeme die ich jederzeit wieder aus der Schublade holen würde, allerdings gibts die teils nicht in deutscher Übersetzung. Keine Ahnung wie weit das für dich ein Hindernis wäre. Feng Shui ist ein gutes System für Action Abenteuer in einem (teils) modernen Setting, inspiriert von Hong Kong Action Filmen. Supers! (ja, das ! gehört zum Titel) ist das beste Superheldensystem das ich bislang kennengelernt habe. Das kennt hierzulande wahrscheinlich kaum jemand, aber die Regeln sind recht einfach gestrickt und relativ flexibel was die Superkräfte angeht, im Gegensatz zu manch anderem Superheldenspiel bei dem der Erwerb von Superkräften leicht in höhere Mathematik ausarten kann.

    5. Brauchen die vielseitigen Menschen gegenüber den anderen Völkern auch einen kleinen Buff? Die 2 Ap empfinde ich gleichwertig mit +Rüstung und +Wärmesicht usw. , allerdings kommt dann noch das Attributverschieben der anderen Völker dazu, was sehr stark ist, da es NACH dem Attributkaufen erfolgt.

    Es kommt ja auch drauf an wie man die AP einsetzt. Die meisten Berufe bekommen z.B. Wissen für 1 AP. Ungelernte Wissenfähigkeiten haben einen -2 Abzug auf das Manöver. Lern zwei mal Wissen auf je 1 Rang und du hast dich bei beiden von -2 auf +1 verbessert, also quasi 6 Punkte Würfelbonus gewonnen.

    Da meine Runde schon seit einiger Zeit ruht hatte ich viel Zeit NSCs für mein Setting auszuarbeiten. Jetzt würde mich mal interessieren wie ihr das angeht. Nehmt ih einfach Werte aus dem Spielleiterheft und/oder der Liste im Spielmaterialheft? Baut ihr die wie Spielercharaktere? Verteilt ihr Werte nach belieben? Oder habt ihr da einen anderen Ansatz?


    Ich mach es im Moment so, daß ich zwar alle wichtigen NSCs einem Beruf zuordne, aber nicht jedem die Berufsfähigkeiten gebe. Sprich, Berufssoldaten sind in jeder Hinsicht Krieger, aber die Dorfmiliz, also die "Teilzeitsoldaten", gestalte ich als Krieger, aber ohne die Berufsfertigkeiten wie Waffenkundig, Unzerstörbar, usw. Ein Schreiber oder Gelehrter entspricht dann einem Barden, aber ohne die entsprechenden Berufsfertigkeiten. Und so weiter.


    Wie macht ihr das?

    Also ich spiel Aborea noch nicht lang genug um jemals in die Verlegenheit geraten zu sein, aber im Zweifelsfall würde ich mich wahrscheinlich bei Monstern aus dem (A)D&D System bedienen. Mein Setting ist über viele Jahre aus einer (ur)alten AD&D Kampagne erwachsen, also liegt es nahe da mal eben das eine oder andere Monster Manual durchzublättern wenn ich Inspirationen brauche. Sich bei anderen Spielsystemen zu bedienen hat auch i.d.R. den Vorteil, daß man ein oder zwei brauchbare Illustrationen findet die man den Spielern zeigen kann. Die visuelle Komponent find ich immer ganz nützlich. Ganz abgesehn von irgendwelchen Miniaturen die man vielleicht noch in irgendeiner Schublade findet und dann verwenden kann.

    Wenn die SCs sich schon mit jemandem angefreundet haben dann könnte dieser Person etwas passieren. Vielleicht ein Anschlag auf einen früheren Auftraggeber o.ä., falls Du das Abenteuer etwas detektivischer gestalten willst.


    Was auch immer geht ist ein Diebstahl. Sagen wir die SCs haben den Auftrag eine Fracht von A nach B zu eskortieren und unterwegs werden sie beraubt, müssen die Fracht wiederfinden, oder ähnliches. Gerade für "Städter" könnte so ein "Reiseabenteuer" eine nette Abwechslung sein bei dem sie vor neue Herausforderungen gestellt werden da sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sehn.

    Bei so einer Gruppe könnte ich mir vorstellen, daß es einfache Leute sind die irgendwann zum Kriegsdienst gepresst wurden und dann dessertiert sind, irgendwann rebelliert haben, die Offiziere ermordeten und sich dann in die Wälder schlugen.


    Vielleicht haben sie ja auch einen Anführer der ganz eigene Ziele verfolgt von denen die einfachen Angehörigen der Truppe keine Ahnung haben. Zum Beispiel ein Adliger von niederem Rang der von seiner Familie aus irgendwelchen Gründen verstoßen wurde und nun diese Truppe benutzt um die Besitzungen seiner Familie als Rache niederzubrennen, nach dem Motto "was ich nicht haben kann soll auch kein anderer haben".

    Ein Stützpunkt kann bei so vielen sogar ganz offen ein neues Dorf sein. Wer verdächtigt schon ein stink normales Dorf an einer gut benutzten Straße von Abenteurern.

    Ich würde Verdacht schöpfen wenn es in dem Dorf keine Frauen und Kinder gibt.

    Wie alt werden Monster eigentlich und müssten Monster nicht etwas essen, dass sie nicht verhungern?

    Monster ernähren sich überwiegen von unschuldigen Dorfbewohnern die von Abenteurern gerettet werden müssen. Und zur Not auch von besagten Abenteurern. Auch wenn viele Monster es lästig finden die Abenteurer erst aus der Rüstung herausschälen zu müssen. Wer mag schon Dosenfrass? 8o

    Wenn man wirklich mit dem Zauberer Waffenfertigkeiten lernen will käme auch Stangenwaffen in Betracht. M.W. kann der Zauberstab eines Zauberers das Format haben das sich der Spieler aussucht. Kann also durchaus ein ziemlich großes Teil sein (a la Gandalf) das sich als Kampfstab verwenden lässt.


    Willst Du wirklich einen Damage Dealer spielen würde ich zu Elementare Magie tendieren. Wasserfreund auf Grad 1 ist nicht toll, aber mit der Spruchliste bist Du auf dem besten Weg zum Feuerball. Für den Zauberstab nimmst Du dann entweder Blenden oder Schutz, denn es kann ja ein beliebiger (nicht-leitmagischer) Zauber sein.

    Was nützt es, wenn bei den ganzen Berechnungen herauskommt, dass das Endergebnis nicht zur Story passt? Im Zweifelsfall würdest Du dann eh die Werte anpassen, damit sie wieder zur Geschichte passen. Verstehst Du, worauf ich hinaus will?

    Vielleicht würdest Du die Story in so einem Fall anpassen, aber schließ nicht von dir auf andere. ;)


    Meine Stories sollen auch in meine Welt passen, also will ich auch wissen wie meine Welt funktioniert. Nenn mich detailverliebt, oder nenn mich pedantisch wenn Du magst, aber so tickt mein Hirn halt. Meine Kreativität funktioniert am besten wenn ich ihr ein paar Schranken setze innerhalb deren sie sich austoben kann ohne völlig auszuufern. Und da ich im Moment nichts besseres zu tun habe...

    Das Krieger einen Rage-Boost bekommen also einen Boni auf ST oder KO aber einen Mali auf GE!!!

    Also der GE Malus dürfte in den meisten Fällen kein echter Malus sein, denn ein solcher "Barbarenkrieger" wird regelmäßig in den Nahkampf gehen um seinen Stärkevorteil ins Spiel zu bringen. Da stört in ein GE Abzug allenfalls bei der Initiative. Darin seh ich keinen Ausgleich zu einem Bonus auf ST und KO.


    Ich könnte mir eher vorstellen das über einen speziellen Talentbaum zu regeln der, nach und nach, dem Krieger "barbarische" Fähigkeiten erschließt.

    Letzten Endes ist es aus Spielersicht vollkommen irrelevant, wieviel der trionische Durchschnittsbauer verdient, denn Geld ist bei SC schon von Spielbeginn an eher kein Problem. Und ob ich jetzt dem Handwerker 3 TT oder 5 TT zahle, spielt eigentlich keine Rolle. Aber wie gesagt: Jeder wie er möchte. (Nein, immer noch keine Rollenspielpolizei!)

    Stimmt. Aus Spielersicht macht es keinen großen Unterschied, allenfalls wenn man im Spiel einige Wochen oder Monate vergehen lässt in denen die SCs alltäglichen Beschäftigungen nachgehen, aber auch das lässt sich improvisieren.


    Ich persönlich hab meine Überlegungen zum Thema auch eher angestellt um die Einnahmen von NSCs abzuschätzen. Sprich, wie viel Mann unter Waffen, Personal, usw. kann sich ein örtlicher Adliger leisten der auf seinem Land X Haushalte hat. Wie viel bleibt dann noch übrig um eine Gruppe Abenteurer anzuheuern. Auch das muss man nicht als Wissenschaft betreiben, aber eine grobe Richtschnur zu haben find ich ganz nützlich.


    Was den Vergleich mit gegenwärtigen Preisen angeht wäre ich persönlich eher vorsichtig, denn ich glaube nicht, daß die Inflationsrate im Mittelalter so groß war wie bei uns. Ich gehör zu der Generation die sich noch daran erinnern kann, daß ein Bällchen Eis mal 10 Pfennig gekostet hat. Bei uns hat sich der Preis massiv verändert, aber in einer Welt wie Aborea müssten solche Preise (m.E.) relativ konstant bleiben.


    Es sei denn natürlich es kommen ein paar Abenteurer in ein kleines Dorf und fangen an mit Goldfalken um sich zu werfen. Da dreht sich die Inflationsspirale so schnell, daß sich die einfachen Bauern plötzlich kein Gramm Hafer mehr leisten können. Könnte man fast ein Abenteuer draus machen in dem die Bauern auf die Abenteurer losgehen die ihnen das ganz Wirtschaftssystem versaut haben. ;)

    T.F., der Aspekt mit den Arbeitsleistungen als Pachtzahlung ist etwas das ich noch nicht im Detail betracht hatte. Aber ja, Abgaben in Naturalien zahlen ist klar. Hatte eh schon dran gedacht meinen Spielern zu schildern wie die Pacht-/Steuerzahlungen mit einem Wagen eingetrieben werden der am Ende des Tages beladen mit Korn, Gemüse, Obst, usw. zurückkehrt. :)


    Macht ja auch Sinn, denn warum von den Bauern Geld eintreiben das man dann wieder verwendet um den selben Bauern einen Teil ihrer Ernte abzukaufen. Grade in ländlichen Gegenden dürfte Tauschhandel eh die Norm sein. In so fern ist die Zahl von 3TT vielleicht gar nicht verkehrt wenn man es auch die Barschaft und nicht auf den Wert der Arbeitsleistung bezieht.

    Noch so ein "Seitenzahlfehler": Im Impressum des Spielerhefts findet sich unter "Illustrationen" der Eintrag "Uwe Jarling (Seite 46)". Auf S.46 ist die Spruchliste für Elementare Magie, aber keine Illu.

    Ich hatte über das Thema auch mal nachgedacht und kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Meine Schätzung war 1TT pro Woche an Lebenshaltungskosten, plus monatlich 2TT Rücklagen. Das langt dann um sich alle 2 Jahre ein neues Maultier zu leisten, oder alle 7 Jahre einen neuen Ochsen.


    Allerdings würde ich sagen das Durchschnittseinkommen eines einfachen Bauern sollte noch etwas darüber liegen, und zwar aus zwei Gründen:


    1) In vielen Familien wird es auch Angehörige geben die von anderen mitversorgt werden müssen, seien es kleine Kinder die noch zu jung zur Arbeit sind, oder ältere Angehörige die nicht mehr die volle Arbeitsleistung erbringen können. In so einem Fall würde ich als Einkommen der Brotverdiener eher 8TT ansetzen.


    2) Steuern, Pachzahlungen, usw. müssen auch gezahlt werden. Wie hoch man die veranschlagt ist wieder eine ziemlich spezielle Frage, aber sagen wir mal ein Drittel unsere ursprünglich geschätzen 6TT, also noch mal 2TT oben drauf.


    Damit wären wir dann eher bei 8 - 10TT pro Monat, wobei ein guter Teil davon nicht aus Bargeld besteht, sondern eher der Gegenwert in Naturalien sein dürfte.


    Bei einem Handwerksgesellen würde ich den Verdienst übrigens eher niedriger ansetzen, da dieser i.d.R. bei seinem Meister wohnt und dort Kost und Logis gestellt bekommen dürfte, dafür aber entsprechende Abschläge am Lohn hinnehmen muss.

    Hallo allerseits erstmal. Ich bin noch relativ neu im Aborea System, aber kein P&P Anfänger. Meine eigene Aborea Runde ruht im Moment leider (Pandemiebedingt), aber das gibt mir Zeit mir über einiges den Kopf zu zerbrechen. So zum Beispiel die folgende Frage:


    Wirken Messe und Segnung auch auf den Priester der diese Fähigkeiten anwendet?


    Messe wirkt nur mit einem Einflussnahme Manöver und irgendwie fänd ich es komisch wenn ein Priester ein solches Manöver auf sich selbst wirken müsste, also vielleicht eher nein?


    Segnung dagegen wirkt auf jeden in Hörweite. Der Priester wird wohl in seiner eigenen Hörweite sein wenn er die Menge segnet, also da vielleicht schon?


    Gibt es dazu eine offizielle Regel die ich bislang nur übersehn hab? Falls nein, wie seht ihr das?


    Beste Grüße

    Andy


    P.S.: Ihr dürft das auch gern in den Bereich "Spielsystem" verschieben. Hätte ich wohl dort posten sollen. Sorry für den dummen Anfängerfehler. Hätte ich besser hingucken sollen wo ich poste.